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	<title>Comments for polithink.ch</title>
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	<lastBuildDate>Mon, 30 Jan 2012 00:24:28 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Comment on &#8220;Ich wusste eine ganze Schar von Betern hinter mir&#8221; by Titus</title>
		<link>http://polithink.ch/2012/01/19/ich-wusste-eine-ganze-schar-von-betern-hinter-mir/#comment-975</link>
		<dc:creator><![CDATA[Titus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 00:24:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine spannende Analyse, vielen Dank für die Arbeit. Dazu fallen mir verschiedene Punkte ein:

1) Wer die politische Gesinnung einer Person erfahren will und nicht direkt fragen kann oder will, der soll nach der Konfession und der Anzahl Kirchengängen fragen... ;-)

2) Wer weniger SVP will, soll die passiven Protestanten ermuntern, häufiger in die Kirche zu gehen, sodass diese wieder erkennen, dass der wahre Gott nicht in Herrliberg wohnt... :-D

3) Es gibt ja diese Aussage, wonach Jesus quasi der erste Sozialist gewesen sei. Mich erstaunt darum immer wieder, wie beispielsweise eine CVP gegen ein Waffenexport-Verbot ist, also das &#039;C&#039; in diesem Fall in Vergessenheit gerät.

4) Erstaunlich ist es ja schon, dass hierzulande gegen die Scharia gewettert wird, dass aber ein äusserst frommer Christ mit seiner Bibel relativ gut wegkommt.

5) Interessant wäre es nun natürlich, noch zu erfahren, warum je nach Konfession und Häufigkeit der Kirchenbesuche so gewählt wird. Der Pfarrer wird ja kaum von der Kanzel herab irgendwelche Wahlempfehlungen abgeben.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine spannende Analyse, vielen Dank für die Arbeit. Dazu fallen mir verschiedene Punkte ein:</p>
<p>1) Wer die politische Gesinnung einer Person erfahren will und nicht direkt fragen kann oder will, der soll nach der Konfession und der Anzahl Kirchengängen fragen&#8230; ;-)</p>
<p>2) Wer weniger SVP will, soll die passiven Protestanten ermuntern, häufiger in die Kirche zu gehen, sodass diese wieder erkennen, dass der wahre Gott nicht in Herrliberg wohnt&#8230; :-D</p>
<p>3) Es gibt ja diese Aussage, wonach Jesus quasi der erste Sozialist gewesen sei. Mich erstaunt darum immer wieder, wie beispielsweise eine CVP gegen ein Waffenexport-Verbot ist, also das &#8216;C&#8217; in diesem Fall in Vergessenheit gerät.</p>
<p>4) Erstaunlich ist es ja schon, dass hierzulande gegen die Scharia gewettert wird, dass aber ein äusserst frommer Christ mit seiner Bibel relativ gut wegkommt.</p>
<p>5) Interessant wäre es nun natürlich, noch zu erfahren, warum je nach Konfession und Häufigkeit der Kirchenbesuche so gewählt wird. Der Pfarrer wird ja kaum von der Kanzel herab irgendwelche Wahlempfehlungen abgeben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on &#8220;Ich wusste eine ganze Schar von Betern hinter mir&#8221; by Jan</title>
		<link>http://polithink.ch/2012/01/19/ich-wusste-eine-ganze-schar-von-betern-hinter-mir/#comment-973</link>
		<dc:creator><![CDATA[Jan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 17:22:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Naja Parteinforschung ist ja nicht so mein Ding, aber es waere doch mal ganz interessant sich die verschiedenen Waehlerschichten etc. anzuschaun. Wo sind zB die ganzen FDP Leute hin? Wer waehlt eigentlich die Gruenen? Die Piraten? Wer macht die 6-7% Zugewinne bei der SPD aus? Wieso verfaellt eigentlich immer der Koalitionspartner der CDU (SPD/FDP), aber nie sie selbst?... alles nur so Ideen und ich weiss auch gar nicht, ob man sowas beantworten kann und wie gut man an die Daten kommt]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja Parteinforschung ist ja nicht so mein Ding, aber es waere doch mal ganz interessant sich die verschiedenen Waehlerschichten etc. anzuschaun. Wo sind zB die ganzen FDP Leute hin? Wer waehlt eigentlich die Gruenen? Die Piraten? Wer macht die 6-7% Zugewinne bei der SPD aus? Wieso verfaellt eigentlich immer der Koalitionspartner der CDU (SPD/FDP), aber nie sie selbst?&#8230; alles nur so Ideen und ich weiss auch gar nicht, ob man sowas beantworten kann und wie gut man an die Daten kommt</p>
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	<item>
		<title>Comment on &#8220;Ich wusste eine ganze Schar von Betern hinter mir&#8221; by Deana Gariup</title>
		<link>http://polithink.ch/2012/01/19/ich-wusste-eine-ganze-schar-von-betern-hinter-mir/#comment-972</link>
		<dc:creator><![CDATA[Deana Gariup]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 11:39:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hier noch ein 20 Minuten Artikel von heute über den frommen solothurner SP-Nationalrat. Er sieht sich in der SP in der richtigen Partei, denn &quot;auch in der Bibel gehe es viel häufiger um das Verhältnis zwischen Arm und Reich als um Sexualmoral&quot; und findet es vielmehr irritierend, wenn bekennende Christen bei Parteien sind, die eine Politik fürs Grosskapital machen statt für die ‹kleinen Leuteۛ›: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Jesus-statt-Darwin---Sozi-will-Lehrplan-aendern-26586639]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier noch ein 20 Minuten Artikel von heute über den frommen solothurner SP-Nationalrat. Er sieht sich in der SP in der richtigen Partei, denn &#8220;auch in der Bibel gehe es viel häufiger um das Verhältnis zwischen Arm und Reich als um Sexualmoral&#8221; und findet es vielmehr irritierend, wenn bekennende Christen bei Parteien sind, die eine Politik fürs Grosskapital machen statt für die ‹kleinen Leuteۛ›: <a href="http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Jesus-statt-Darwin---Sozi-will-Lehrplan-aendern-26586639" rel="nofollow">http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Jesus-statt-Darwin&#8212;Sozi-will-Lehrplan-aendern-26586639</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on &#8220;Ich wusste eine ganze Schar von Betern hinter mir&#8221; by Simon Lanz</title>
		<link>http://polithink.ch/2012/01/19/ich-wusste-eine-ganze-schar-von-betern-hinter-mir/#comment-971</link>
		<dc:creator><![CDATA[Simon Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 11:34:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Jan... Ich fühle mich nur bedingt kompetent in Bezug auf Deutschland. Allerdings wäre der Vergleich mit dem ESS-Daten relativ einfach. Mal schauen, was sich in Zukunft ergibt. Hast du eine spezielle Anregung?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jan&#8230; Ich fühle mich nur bedingt kompetent in Bezug auf Deutschland. Allerdings wäre der Vergleich mit dem ESS-Daten relativ einfach. Mal schauen, was sich in Zukunft ergibt. Hast du eine spezielle Anregung?</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Comment on &#8220;Ich wusste eine ganze Schar von Betern hinter mir&#8221; by Jan</title>
		<link>http://polithink.ch/2012/01/19/ich-wusste-eine-ganze-schar-von-betern-hinter-mir/#comment-970</link>
		<dc:creator><![CDATA[Jan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 20:42:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://polithink.ch/?p=4710#comment-970</guid>
		<description><![CDATA[Weitet eure Arbeit doch mal auf den grossen Kanton aus ;-) ich wuerde solche Sachen mal fuer den mich interessanten Wahlraum sehen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Weitet eure Arbeit doch mal auf den grossen Kanton aus ;-) ich wuerde solche Sachen mal fuer den mich interessanten Wahlraum sehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Technologie schafft Transparenz by Sandro Büchler</title>
		<link>http://polithink.ch/2012/01/16/technologie-schafft-transparenz/#comment-966</link>
		<dc:creator><![CDATA[Sandro Büchler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 08:39:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://polithink.ch/?p=4690#comment-966</guid>
		<description><![CDATA[Zur Transparenz der Medien:
http://www.tagesanzeiger.ch/ipad/schweiz/Laeckerli-Ems-und-Moergeli/story/13282331]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Transparenz der Medien:<br />
<a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ipad/schweiz/Laeckerli-Ems-und-Moergeli/story/13282331" rel="nofollow">http://www.tagesanzeiger.ch/ipad/schweiz/Laeckerli-Ems-und-Moergeli/story/13282331</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Es verlieren die SVP und Michael Hermann by Wahlkampfblog &#187; Blog Archive &#187; Nationalratswahlen 2011: Parteistärken, Vergleiche mit 2007, Umfragen und Prognosen</title>
		<link>http://polithink.ch/2011/10/24/es-verlieren-die-svp-und-michael-hermann/#comment-937</link>
		<dc:creator><![CDATA[Wahlkampfblog &#187; Blog Archive &#187; Nationalratswahlen 2011: Parteistärken, Vergleiche mit 2007, Umfragen und Prognosen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 09:45:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://polithink.ch/?p=4591#comment-937</guid>
		<description><![CDATA[[...] Hermann. Seine Prognosen stünden in einem fundamentalen Widerspruch zur Forschungsliteratur, schrieb gestern ein junger Politologe. Affaire à [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Hermann. Seine Prognosen stünden in einem fundamentalen Widerspruch zur Forschungsliteratur, schrieb gestern ein junger Politologe. Affaire à [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Es verlieren die SVP und Michael Hermann by Simon Lanz</title>
		<link>http://polithink.ch/2011/10/24/es-verlieren-die-svp-und-michael-hermann/#comment-935</link>
		<dc:creator><![CDATA[Simon Lanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 22:07:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://polithink.ch/?p=4591#comment-935</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Michael

Ich danke für deine ausführliche Antwort. Ich bin sicher, das letzte Wort ist diesbezüglich noch nicht gesprochen... Freuen wir uns also auf kommende Wahlen!

Liebe Grüsse aus Genf, Simon]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Michael</p>
<p>Ich danke für deine ausführliche Antwort. Ich bin sicher, das letzte Wort ist diesbezüglich noch nicht gesprochen&#8230; Freuen wir uns also auf kommende Wahlen!</p>
<p>Liebe Grüsse aus Genf, Simon</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Es verlieren die SVP und Michael Hermann by Alexander Müller</title>
		<link>http://polithink.ch/2011/10/24/es-verlieren-die-svp-und-michael-hermann/#comment-934</link>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 20:52:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://polithink.ch/?p=4591#comment-934</guid>
		<description><![CDATA[Es ist zu früh um seriös sagen zu können, dass das Potential der SVP ausgeschöpft ist. Ich bin überzeugt, dass die SVP wieder mehr Zuspruch erhalten wird, wenn der Druck seitens der EU auf die Schweiz weiter zunimmt.

Die SVP ist nach wie die wählerstärkste Partei der Schweiz. Der Anteil der Wähler, die für die SVP gestimmt haben ist nach wie vor fünfmal höher als jener derjenigen, die für die BDP oder die Grünliberalen gestimmt haben. Folglich wäre vollkommen falsch, wenn man die Anliegen BDP und GLP-Wähler zulasten der SVP-Wähler übergewichten würde.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist zu früh um seriös sagen zu können, dass das Potential der SVP ausgeschöpft ist. Ich bin überzeugt, dass die SVP wieder mehr Zuspruch erhalten wird, wenn der Druck seitens der EU auf die Schweiz weiter zunimmt.</p>
<p>Die SVP ist nach wie die wählerstärkste Partei der Schweiz. Der Anteil der Wähler, die für die SVP gestimmt haben ist nach wie vor fünfmal höher als jener derjenigen, die für die BDP oder die Grünliberalen gestimmt haben. Folglich wäre vollkommen falsch, wenn man die Anliegen BDP und GLP-Wähler zulasten der SVP-Wähler übergewichten würde.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Es verlieren die SVP und Michael Hermann by Michael Hermann</title>
		<link>http://polithink.ch/2011/10/24/es-verlieren-die-svp-und-michael-hermann/#comment-933</link>
		<dc:creator><![CDATA[Michael Hermann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 18:51:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://polithink.ch/?p=4591#comment-933</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Simon

Der Punkt geht ganz klar an euch – ich wurde widerlegt – ihr bestätigt.

Ich möchte aber gerne erläutern, auf was ich meine Aussagen abgestützt habe: Nach der Abwahl von Christoph Blocher Ende 2007 hat die SVP in einer Reihe von kantonalen Wahlen stärker zugelegt als in den jeweiligen Wahlen zuvor. Namentlich in SG (+5,9 pp), SZ (+6,8) und TG (+3,6). Thurgau war dabei besonders verblüffend, da es sich hier um einen traditionellen SVP Kanton handelt, bei dem es kein „Aufholbedarf“ auf kantonaler Ebene gab wie in den katholischen Kantonen der Ost- und Zentralschweiz. Bei den kantonalen Wahlen im Aargau legte die SVP 2009 wieder um 1,6 Punkte zu, nachdem sie vier Jahre zuvor 3,2 Punkte verloren hatte.
Aus diesen Ergebnissen schloss ich, dass die SVP eine zweite Stufe gezündet habe, nachdem ihr Aufstieg sich zuvor überall abgeflacht hatte.

Die Aussage „der SVP-Aufstieg ist nicht zu stoppen“ stammt aus einem Interview nach den Berner Wahlen von 2010 als die SVP entgegen der allgemeinen Erwartung und trotz hervorragendem Ergebnis der BDP (16,3 %) bloss 0,8 Punkte einbüsste. Dies nachdem die SVP in Genf ein Jahr zuvor nur 1,0 Punkte verloren hatte, obwohl sie dort von einem auf 14,7 Prozent angewachsenen MCG konkurrenziert wurde. Die weitgehende Stabilität in Bern und Genf – trotz neuer Konkurrenz – und das überdurchschnittliche Wachstum in der übrigen Deutschschweiz (mit Ausnahme SH) hatte mich damals überrascht und beeindruckt – entsprechend habe ich mich in den Medien geäussert.

Eine Kritik, die ihr damals an mich gerichtet habt, war, dass ich die mässigen Umfrage-Werte der SVP irgnoriern würde. Meine Skepsis gegenüber den damaligen Umfrage-Werten beruhte in den Erfahrungen aus früheren Legislaturen, als die SVP jeweils zwischen den nationalen Wahlgängen, als die Beteiligungsabsicht absank, auf einen tieferen Stand gefallen ist. Entsprechend fühlte ich mich bestätigt, als der Wahlbarometer-Wert parallel zu gestiegenen Beteiligungsabsicht nach der Ausschaffungsinitiative einen historischen Höchststand von 29,9 Prozent erzielte und seither 1,5 bis 2 Punkte über dem Vergleichswert von vor vier Jahren geblieben ist und bei der letzten Welle Anfang Oktober schliesslich 29,3 Prozent erreichte.

Unter Berücksichtigung des mittelmässigen Abschneidens der SVP in den kantonalen Wahlen gegen Ende der Legislatur bin ich in meiner Wahlsimulation von Anfang Oktober schliesslich von einem Wähleranteil von 29,5 Prozent ausgegangen – und befand mich damit nahe beim letzten Wahlbarometerwert. Wie wir seit Sonntag wissen, lag ich auch mit dieser zurückgenommenen Erwartung weit daneben.

Zum Punkt der Ausgrenzung: Die Nichtwiederwahl von Christoph Blocher kam natürlich einer Ausgrenzung gleich. Meine Aussage im Tagi-Interview bezieht sich aber auf das Thematische. In Lauf der letzten vier Jahren haben sich die anderen bürgerlichen Parteien mehr denn je von einem möglichen EU-Beitritt  distanziert und sie haben zunehmen restriktive Positionen in der Migrationspolitik eingenommen. Analoges gilt für die Medien, die zunehmend offensiv SVP-Anliegen thematisiert haben (gerade auch in Zusammenhang mit den Folgen der Personenfreizügigkeit). Das Spiel „Alle gegen uns“ hat deshalb in letzter Zeit für die SVP weniger gut funktioniert als zuvor.

Herzlich, Michael]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Simon</p>
<p>Der Punkt geht ganz klar an euch – ich wurde widerlegt – ihr bestätigt.</p>
<p>Ich möchte aber gerne erläutern, auf was ich meine Aussagen abgestützt habe: Nach der Abwahl von Christoph Blocher Ende 2007 hat die SVP in einer Reihe von kantonalen Wahlen stärker zugelegt als in den jeweiligen Wahlen zuvor. Namentlich in SG (+5,9 pp), SZ (+6,8) und TG (+3,6). Thurgau war dabei besonders verblüffend, da es sich hier um einen traditionellen SVP Kanton handelt, bei dem es kein „Aufholbedarf“ auf kantonaler Ebene gab wie in den katholischen Kantonen der Ost- und Zentralschweiz. Bei den kantonalen Wahlen im Aargau legte die SVP 2009 wieder um 1,6 Punkte zu, nachdem sie vier Jahre zuvor 3,2 Punkte verloren hatte.<br />
Aus diesen Ergebnissen schloss ich, dass die SVP eine zweite Stufe gezündet habe, nachdem ihr Aufstieg sich zuvor überall abgeflacht hatte.</p>
<p>Die Aussage „der SVP-Aufstieg ist nicht zu stoppen“ stammt aus einem Interview nach den Berner Wahlen von 2010 als die SVP entgegen der allgemeinen Erwartung und trotz hervorragendem Ergebnis der BDP (16,3 %) bloss 0,8 Punkte einbüsste. Dies nachdem die SVP in Genf ein Jahr zuvor nur 1,0 Punkte verloren hatte, obwohl sie dort von einem auf 14,7 Prozent angewachsenen MCG konkurrenziert wurde. Die weitgehende Stabilität in Bern und Genf – trotz neuer Konkurrenz – und das überdurchschnittliche Wachstum in der übrigen Deutschschweiz (mit Ausnahme SH) hatte mich damals überrascht und beeindruckt – entsprechend habe ich mich in den Medien geäussert.</p>
<p>Eine Kritik, die ihr damals an mich gerichtet habt, war, dass ich die mässigen Umfrage-Werte der SVP irgnoriern würde. Meine Skepsis gegenüber den damaligen Umfrage-Werten beruhte in den Erfahrungen aus früheren Legislaturen, als die SVP jeweils zwischen den nationalen Wahlgängen, als die Beteiligungsabsicht absank, auf einen tieferen Stand gefallen ist. Entsprechend fühlte ich mich bestätigt, als der Wahlbarometer-Wert parallel zu gestiegenen Beteiligungsabsicht nach der Ausschaffungsinitiative einen historischen Höchststand von 29,9 Prozent erzielte und seither 1,5 bis 2 Punkte über dem Vergleichswert von vor vier Jahren geblieben ist und bei der letzten Welle Anfang Oktober schliesslich 29,3 Prozent erreichte.</p>
<p>Unter Berücksichtigung des mittelmässigen Abschneidens der SVP in den kantonalen Wahlen gegen Ende der Legislatur bin ich in meiner Wahlsimulation von Anfang Oktober schliesslich von einem Wähleranteil von 29,5 Prozent ausgegangen – und befand mich damit nahe beim letzten Wahlbarometerwert. Wie wir seit Sonntag wissen, lag ich auch mit dieser zurückgenommenen Erwartung weit daneben.</p>
<p>Zum Punkt der Ausgrenzung: Die Nichtwiederwahl von Christoph Blocher kam natürlich einer Ausgrenzung gleich. Meine Aussage im Tagi-Interview bezieht sich aber auf das Thematische. In Lauf der letzten vier Jahren haben sich die anderen bürgerlichen Parteien mehr denn je von einem möglichen EU-Beitritt  distanziert und sie haben zunehmen restriktive Positionen in der Migrationspolitik eingenommen. Analoges gilt für die Medien, die zunehmend offensiv SVP-Anliegen thematisiert haben (gerade auch in Zusammenhang mit den Folgen der Personenfreizügigkeit). Das Spiel „Alle gegen uns“ hat deshalb in letzter Zeit für die SVP weniger gut funktioniert als zuvor.</p>
<p>Herzlich, Michael</p>
]]></content:encoded>
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