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		<title>I ha d SVP-Gen vom Toni Brunner isoliert &#8211; Schnitzelbängg 2012</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Mar 2012 22:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Lanz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[BaZ]]></category>
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		<description><![CDATA[Gripen, SVP, Berlusconi, Merkel, Sarkozy und Hildebrand; sie dominierten die &#8220;drey scheenschte Dääg&#8221;. Hier eine Zusammenstellung der besten politischen Schnitzelbängg der Basler Fasnacht 2012. Weitere Verse finden sich beim Comité Schnitzelbängg. Gripen Der gsamti Bundesroot duet kund: «Loss di impfe, so blybsch gsund.» Nur ain, dä halted sich nit draa: Der Ueli will die Gripen haa. (- D [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4819&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gripen, SVP, Berlusconi, Merkel, Sarkozy und Hildebrand; sie dominierten die &#8220;drey scheenschte Dääg&#8221;. Hier eine Zusammenstellung der besten politischen Schnitzelbängg der Basler Fasnacht 2012. Weitere Verse finden sich beim <a href="http://www.schnitzelbankbasel.ch/" target="_blank">Comité Schnitzelbängg</a>.</p>
<p><strong>Gripen</strong></p>
<p>Der gsamti Bundesroot duet kund:<br />
«Loss di impfe, so blybsch gsund.»<br />
Nur ain, dä halted sich nit draa:<br />
Der Ueli will die Gripen haa.<br />
<em>(- D Emigrante)</em></p>
<p>Dr „Tiger“ wurdi nümme bysse,  är kaufi drum dr „Gripe“<br />
denn s alti Flugi syg verschlisse,  saage siessi Lippe.<br />
Ueli ! D Flugi sin doch glyych  die mache vyyl z vyyl Grüsch<br />
und für dr Grieg mit Oeschtryych – länggt dr Didier Cuche.<br />
<em>(- Blauäugige)</em></p>
<p><strong>SVP</strong></p>
<p>I ha d SVP-Gen vom Toni Brunner isoliert,<br />
Und mine Labor-Ratte iniziert.<br />
Nach drei Injektione – i stich zwüsche d Ohre,<br />
Hän si komplett d Orientierig verloore.<br />
<em>Diagnose:<br />
</em>Und sprützisch ne Baader-Gen in Grind,<br />
Denn wärde d Ratte praktisch blind<br />
<em>(- Doggter FMH)</em></p>
<p>Es sait dr Didier Cuche: «Zämme, i has gsee!<br />
Y haus uf Afrika, wot nyt me gsee vo Schnee.»<br />
Zwai Minute noch sym Ruggtritt – dr Cuche isch kuum us dr Diir –<br />
Schreit dr Blocher: «Dasmool kaani nyt derfiir!»<br />
<em>(- Dootebainli)</em></p>
<div id="attachment_4827" class="wp-caption alignnone" style="width: 158px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/03/dootebainli_05.jpg"><img class="size-full wp-image-4827 " title="quelle_dootebainli" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/03/dootebainli_05.jpg?w=550" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Dootebainli</p></div>
<p>D SVP will Immigrante integriere<br />
Und duet drum nei in Fuessballschuele inveschtiere<br />
Wil wenn die leere dribble, kigge und em Ball schnäll noochelaufe<br />
Kasch si fir vyyl Gäld ins Ussland zrugg verkaufe.<br />
<em>(- Dootebainli)</em></p>
<p><strong>BAZ</strong></p>
<p>I bi gärn e Schwyzer, ha Angscht um mi Land,<br />
i lieb der Heer Blocher und bi geege s Ussland,<br />
Die Nätte und Lingge hänn e saubleede Latz<br />
Dää Väärs schaffts als ainzige sicher in d BaZ.<br />
<em>(- Schooffsuuri)</em></p>
<p><strong>Europa</strong></p>
<p>Im Berlusconi hänn si noo-dis-noo<br />
Amtsitz, Amt und Würde gnoo.<br />
S Ainzig, wo s em no hänn gloo,<br />
Isch si Bunga – Bunga – Bungalow.<br />
<em>(- Anggewegglimaitli)</em></p>
<p>I ha dr Carla Bruni ihr Buschi entbunde,<br />
Jo, i weiss, si hän halt kei bessere gfunde.<br />
59 Centimeter, vo de Fiessli bis zu dr Chappe:<br />
I mein do s Buschi, nit dr Babbe.<br />
<em>Diagnose:<br />
</em>Dä Chlei het sone grossi Chlappe.<br />
I mein nit s Buschi – i mein dr Babbe.<br />
<em>(- Doggter FMH) </em></p>
<p>Hett s Portmonee Ebbe? Denn muesch afo spaare.<br />
Duesch s Auti verklitsche und denne Drämmli faare.<br />
Im Grosse bi der EU lauft s gliche Gschiss.<br />
Fyyr fünf Stutz pro Stai griegsch d Akropolis.<br />
<em>(- Blagèèri)</em></p>
<p><strong>Hildebrand</strong></p>
<p>My Frau het chürzlig Dollar poschtet.<br />
Das het mi voll dr Poschte koschtet.<br />
I han ere zwar dr Wäg verspeert zu irem Hushaltsgäld,<br />
doch läider zellt si zu de sterkschte Fraue vo dr Wält.<br />
<em>(- Stächpalme) </em></p>
<p>Hoffedlig isch das kai Schand<br />
y ha kai Väärs iber der Hildebrand<br />
entschaide due nit yych elai<br />
das macht my staarggi Frau dehai.<br />
<em>(- Pierrot)</em></p>
<p>Der Philipp Hildebrand het sy Job verloore.<br />
D Mainige göön usenand&#8217; in allne Foore.<br />
Nur der Paapscht lächled still und dänggt sich ganz genau:<br />
Isch das e Gligg, haan yych kai Frau!<br />
<em>(- Die Haiggle)</em></p>
<p><strong>Divers</strong></p>
<p>Amerika het ungeniert<br />
Der Strauss-Kahn aifach arretiert.<br />
S wär gschyder, me miecht us däm Stier en Ox<br />
Oder speert en in son e Verrichtigsbox.<br />
<em>(- Anggewegglimaitli)</em></p>
<p>S`befiehlt dr Pabscht im Petersdom,<br />
Im Klerus dr Gebruuch vo Pariser und Kondom.<br />
Vor allem dr Klerus sell dä Gummi nütze,<br />
Schliesslig muess me d`Mineschtrante schütze!</p>
<p>Als wyttere Schutz gitt`s im Gottedienscht e neji Norm:<br />
Sie bruuche statt Wejrauch ab sofort Chloroform.<br />
<em>(- Glettyse)</em></p>
<p>————————————————————————————————————————————————————</p>
<p><strong>→ </strong><a title="Permanent link to (Sch)merz in der Wüste – Schnitzelbängg 2010" href="http://polithink.ch/2010/02/27/schmerz-in-der-wuste-die-besten-politischen-schnitzelbangg/" rel="bookmark">(Sch)merz in der Wüste – Schnitzelbängg 2010<br />
</a><strong>→ </strong><a href="http://wp.me/pNOlq-12D">Dr nümmi Doggder Guttenberg &#8211;  Schnitzelbängg 2011</a></p>
<h5>————————————————————————————————————————————————————</h5>
<div></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/swisspolithink.wordpress.com/4819/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/swisspolithink.wordpress.com/4819/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/swisspolithink.wordpress.com/4819/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/swisspolithink.wordpress.com/4819/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/swisspolithink.wordpress.com/4819/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/swisspolithink.wordpress.com/4819/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/swisspolithink.wordpress.com/4819/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/swisspolithink.wordpress.com/4819/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/swisspolithink.wordpress.com/4819/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/swisspolithink.wordpress.com/4819/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/swisspolithink.wordpress.com/4819/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/swisspolithink.wordpress.com/4819/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/swisspolithink.wordpress.com/4819/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/swisspolithink.wordpress.com/4819/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4819&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Buchpreisbindung: Pro und Contra</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 16:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deana Gariup</dc:creator>
				<category><![CDATA[Votes / Elections]]></category>
		<category><![CDATA[Abstimmung 12. März 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Buchpreisbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Schnell]]></category>
		<category><![CDATA[Irène Kälin]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Jungfreisinnige]]></category>
		<category><![CDATA[Referendum]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11. März entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Buchpreisbindung. Nach dem neuen, vom Parlament beschlossenen Bundesgesetz über die Buchpreisbindung bestimmen die Verlage oder der Grosshandel die in der Schweiz geltenden Verkaufspreise für Bücher. Eine Buchhandlung muss die Bücher somit zum fixierten Preis verkaufen. Für das Parlament ist die Buchpreisbindung ein geeignetes Mittel, um die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4798&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. März entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Buchpreisbindung. Nach dem neuen, vom Parlament beschlossenen Bundesgesetz über die Buchpreisbindung bestimmen die Verlage oder der Grosshandel die in der Schweiz geltenden Verkaufspreise für Bücher. Eine Buchhandlung muss die Bücher somit zum fixierten Preis verkaufen. Für das Parlament ist die Buchpreisbindung ein geeignetes Mittel, um die Schweizer Autorinnen und Autoren, die Verlage und den Buchhandel zu unterstützen und das Kulturgut «Buch» zu schützen. Die Buchpreisbindung fördere die kulturelle Vielfalt. Die Jungfreisinnigen haben gegen diesen Parlamentsbeschluss das Referendum ergriffen.</p>
<p>In der Deutschschweiz gab es bis 2007 gebundene Preise für Bücher. In der Westschweiz ist der Buchpreis seit Anfang der 90er Jahre frei. In der italienischsprachigen Schweiz war er immer frei. Die Preisbindung in der Deutschschweiz war zwischen Verlegern, Zwischenhändlern und Buchhändlern vertraglich vereinbart. Das Bundesgericht erklärte im Jahre 2007 diese Buchpreisbindung für unzulässig. Die Preise sind seither frei.</p>
<p>Auf Polithink erläutern der jungfreisinnige Fabian Schnell und die junggrüne Irene Kälin die Argumente für ihren Stimmentscheid.</p>
<p><strong>Günstige Bücher statt staatliche Kartelle!</strong></p>
<p>Wettbewerbskommission, Bundesgericht und Bundesrat sind sich einig: Die Buchpreisbindung ist nichts weiter als ein konsumentenfeindliches Kartell. Leider ist das Parlament zu dieser relativ einfachen Einsicht nicht in der Lage gewesen, weshalb nun das Volk am 11. März das letzte Wort über die Buchpreisbindung haben wird (dank eines Referendums der Jungfreisinnigen!).</p>
<p>Schaut man sich die Argumente der Befürworter an, wähnt man sich im Schlaraffenland. Die Buchpreisbindung soll für günstigere Bücher und Kulturvielfalt sorgen, kleine Buchhandlungen schützen und erst noch den Autoren dienen. Nachteile: Keine. Eine eierlegende Wollmilchsau also, und das erst noch CO2-frei. Leider haben Kartelle jedoch immer nur ein Ziel, nämlich überhöhte Preise durchsetzen und die Konsumenten schröpfen zu können. Profitieren würden in erster Linie die grossen Verlage und Buchhändlerketten.</p>
<div id="attachment_4801" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/02/pic_politthink.jpg"><img class="size-medium wp-image-4801" title="pic_politthink" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/02/pic_politthink.jpg?w=300&#038;h=199" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Fabian Schnell hat Volkswirtschaftslehre studiert und doktoriert im Bereich Geldpolitik an der Universität St. Gallen. Er ist Vorstandsmitglied der Jungfreisinnigen Schweiz und präsidierte von 2007-2010 die Jungfreisinnigen Kanton Zürich. Fabian Schnell arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei economiesuisse sowie am Schweizerischen Institut für Aussenwirtschaft und angewandte Wirtschaftsforschung (SIAW-HSG).</p></div>
<p>Bei genauerer Betrachtung muss man sogar feststellen, dass die Buchpreisbindung kein einziges der propagierten Ziele erreichen würde. Der Strukturwandel im Buchhandel kann nicht durch ein Preisbindungsgesetz aufgehalten werden, die Digitalisierung im Büchermarkt wird dafür sorgen. Zur Kulturvielfalt äussert sich das Gesetz faktisch nicht einmal, und selbst wenn die angestrebte Quersubventionierung unbekannter Autoren durch Bestseller funktionieren würde, wäre eine solche preisverzerrende Subvention die teuerste aller möglichen Unterstützungen. Maler oder Musiker existieren auch ohne Preisbindung, es gibt keinen Grund, weshalb dies nicht auch für Autoren gelten soll. Das Einzige, was damit von der Buchpreisbindung übrig bleibt, sind teurere Bücher.</p>
<p>Die Buchhändler- und Verlagslobby wird nicht die letzte gewesen sein, die sich per Gesetz vor den „Unannehmlichkeiten“ des Wettbewerbs schützen und auf Kosten der Konsumenten bereichern will. Umso wichtiger ist es, dass wir Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hier ein Präjudiz schaffen: Mit einem klaren NEIN zur Buchpreisbindung!</p>
<p><strong>Mut zum Protektionismus zu Gunsten der Buchvielfalt!</strong></p>
<p>Liberalisierung tönt gut. Ein Wort der Stunde. Freiheit im Blick. Doch die eigene Freiheit endet dort, wo diejenige des anderen beginnt, so ist das auch bei der Liberalisierung. Wir glauben gerne, dass durch Liberalisierung die Konsumentinnen von tieferen Preisen und besseren Leistungen profitieren. Aber das hat einen Haken. Denn die Liberalisierung dient, wenn man den Blick etwas globaler schweifen lässt, in primärer Hinsicht den Finanzmärkten, also jenen Geldumschlagplätzen, die uns seit einiger Zeit von Krise zu Krise mitschleppen. Liberalisierung ist nicht nur der Ruf nach Freiheit, Liberalisierung ist auch der Weg in die selbstverschuldete Abhängigkeit.</p>
<p>Nun reihen sich bei den Argumentationen gegen oder für die Wiedereinführung der Buchpreisbindung auf beiden Seiten dieselben Argumente aneinander: Kulturförderung, tiefere Preise, besserer Schutz für Autorinnen und Verleger, Leseförderung. Wer soll da noch wissen, was dem Buch nun gut tut und was nicht?</p>
<p>Ein Trend zeichnet sich doch ab. Kleine Buchhandlungen scheinen ohne die Buchpreisbindung vom Aussterben bedroht. So mussten in Grossbritanien mehr als die Hälfte der Buchhandlungen schliessen weil sie dem Preiskampf nicht standhalten konnten. Trotzdem sind für die Konsumenten die Preise führ die Mehrzahl der Bücher nicht gesunken sondern gestiegen. Dasselbe Trauerspiel sehen wir auch in der Schweiz, insbesondere in der Romandie, wo die Preisbindung bereits 1993 aufgehoben wurde. Die Zahl der vor allem kleineren Buchhandlungen und Verlage nimmt stetig ab, wertvolle Arbeits- und Ausbildungsplätze in einer KMU-Branche gehen verloren.</p>
<div id="attachment_4806" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/02/1014351.jpg"><img class="size-medium wp-image-4806" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/02/1014351.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Irène Kälin ist junggrüne Politikerin und sitz seit 2010 für die Grünen im Grossrat des Kantons Aargau. Sie studiert Islamwissenschaft und Religionswissenschaft an der Universität Zürich.</p></div>
<p>Was das Buch dazu sagt, wissen wir nicht. Lebt es sich glücklicher oder besser in einem Warenhaus der Bücher als in einer kleiner Buchhandlung?</p>
<p>Sei es auch aus Nostalgie und der Liebe zum Kleinen und Besonderen, aber wenn es den Schweizer Autorinnen und Autoren, den Schweizer Verleger und den kleinen Schweizer Buchhandlungen dient, dann sage ich ja zur Buchpreisbindung. Ja zu den Buchhandlungen, die mehr sind als Buchwarenhäuser, ja zu den Autorinnen und Autoren, die mehr können als einen Bestseller schreiben, ja zur Qualität statt Quantität und ein wenig Mut zum Protektionsmus zu Gunsten einer kulturellen und qualitativen Buchvielfalt in der Schweiz.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/swisspolithink.wordpress.com/4798/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/swisspolithink.wordpress.com/4798/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/swisspolithink.wordpress.com/4798/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/swisspolithink.wordpress.com/4798/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/swisspolithink.wordpress.com/4798/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/swisspolithink.wordpress.com/4798/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/swisspolithink.wordpress.com/4798/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/swisspolithink.wordpress.com/4798/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/swisspolithink.wordpress.com/4798/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/swisspolithink.wordpress.com/4798/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/swisspolithink.wordpress.com/4798/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/swisspolithink.wordpress.com/4798/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/swisspolithink.wordpress.com/4798/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/swisspolithink.wordpress.com/4798/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4798&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ferieninitiative: Pro und Contra</title>
		<link>http://polithink.ch/2012/02/22/ferieninitiative-pro-und-contra/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 14:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deana Gariup</dc:creator>
				<category><![CDATA[Votes / Elections]]></category>
		<category><![CDATA[6 Wochen für alle]]></category>
		<category><![CDATA[Ferieninitiative]]></category>
		<category><![CDATA[Jean Christophe Schwaab]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Candinas]]></category>
		<category><![CDATA[Volksabstimmung vom 11.3.2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11. März stimmt das Schweizer Stimmvolk neben vier anderen Vorlagen über die Volksinitiative &#8220;6 Wochen Ferien für alle&#8221;  ab. Diese will, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Anspruch auf mindestens sechs Wochen bezahlte Ferien pro Jahr erhalten. Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat heute in der Schweiz von Gesetzes wegen mindestens vier Wochen Ferien [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4755&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. März stimmt das Schweizer Stimmvolk neben vier anderen Vorlagen über die Volksinitiative &#8220;6 Wochen Ferien für alle&#8221;  ab. Diese will, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Anspruch auf mindestens sechs Wochen bezahlte Ferien pro Jahr erhalten.</p>
<p>Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat heute in der Schweiz von Gesetzes wegen mindestens vier Wochen Ferien pro Jahr zugute. Wer noch nicht 20 Jahre alt ist, hat Anspruch auf fünf Ferienwochen. In vielen Arbeitsverträgen sind jedoch mehr Ferien vereinbart. Die Initiative verlangt, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jährlich mindestens sechs Wochen bezahlte Ferien erhalten. Sie will auf diese Weise Produktivitätsfortschritte der Schweizer Wirtschaft an die Arbeitnehmenden weitergeben. Gemäss Initiativkomitee dienen mehr Ferien der Gesundheit der Arbeitnehmenden, bringen mehr Lebensqualität und tragen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei.</p>
<p>Polithink hat bei den beiden frischgewählten Nationalräten Jean Christophe Schwaab (SP/VD) und Martin Candinas (CVP/GR) nachgefragt, warum sie die Initiative befürworten oder ablehnen.</p>
<div id="attachment_4759" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/02/jean-christophe-schwaab_003.jpg"><img class="size-medium wp-image-4759" title="Jean Christophe Schwaab_003" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/02/jean-christophe-schwaab_003.jpg?w=199&#038;h=300" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Jean Christophe Schwaab ist in Riex (Bourg-en-Lavaux VD) aufgewachen und heute wohnaft. Der studierte Jurist (Uni Bern) ist verheiratet und Vater von einem Buben. 2011 wurde er für die SP in den Nationalrat und Gemeinderat (Legislative) gewählt. 2007-2011 war er Kantonsrat im Kt. Waadt. Beruflich ist er im Schweizer Gewerkschaftsbund (SGB) zuständig für Arbeitsrecht, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.</p></div>
<p><strong>Polithink:</strong><em><strong> Die Arbeitswelt wird immer hektischer, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zunehmend gestresst. Sind mehr Ferien das richtige Mittel gegen die zunehmende Stressbelastung am Arbeitsplatz? Wenn nicht, welche alternativen Massnahmen können dem Problem besser entgegenwirken?</strong></em></p>
<p><strong>Jean Christophe Schwaab: </strong>Der Stress am Arbeitsplatz nimmt leider drastisch zu. Es gibt mehr gestresste ArbeitnehmerInnen, mehr ArbeitnehmerInnen, welche Doping-Substanzen nehmen und mehr ArbeitnehmerInnen, welche zugeben, mit ihrem Stress nicht zu Recht zu kommen. Das kostet gemäss Seco unsere Wirtschaft ca. 10 Milliarden CHF pro Jahr. Mehr Freizeit und Ferien sind ein gutes Mittel, um den Stress zu bekämpfen und die Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern. Das ist medizinisch belegt.</p>
<p><strong>Martin Candinas: </strong>Die Arbeit muss am Ende getan werden. Wenn mehr Ferien bezogen werden, wird die effektive Belastung am Arbeitsplatz während der regulären Arbeitszeit eher noch zunehmen. Generell gilt, die Belastung ist sehr branchenabhängig. Die Bauwirtschaft kann beispielsweise nicht einfach mit der Verwaltung verglichen werden. Für mich sind deswegen branchenspezifische Lösungen zu bevorzugen. Zudem soll mehr Teilzeit und Jobsharing, sowie mehr Telearbeit und allgemein flexiblere Arbeitszeitmodelle angeboten werden.</p>
<p><strong>Polithink: <em>Seit 25 Jahren beträgt der gesetzliche Ferienanspruch  gemäss Obligationenrecht vier Wochen. Je nach Gesamtarbeitsvertrag oder Personalregelung stehen jedoch vielen Arbeitnehmenden fünf, sechs oder mehr Ferienwochen zur Verfügung. Was spricht für, bzw. gegen eine neue gesetzliche Regelung? Hat sich dieser flexible Weg nicht bewährt?</em></strong></p>
<div id="attachment_4765" class="wp-caption alignright" style="width: 217px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/02/martin_candinas_wahlen-2011.jpg"><img class="size-medium wp-image-4765" title="Martin_Candinas_Wahlen 2011" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/02/martin_candinas_wahlen-2011.jpg?w=207&#038;h=300" alt="" width="207" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Martin Candinas ist Mitglied der CVP und ist seit 2011 Nationalrat für den Kanton Graubünden. Candinas hat zusätzlich ein Teilzeitpensum als Verkaufsleiter bei einer Krankenversicherung. Der 31jährige ist verheiratet und Vater eines Sohnes und ist mit seiner Familie in Rabius und Chur wohnhaft.</p></div>
<p><strong>J.C.S.: </strong>JedeR zweite ArbeitnehmerIn hat keinen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Zudem gibt es GAV, welche keine zusätzliche Urlaubstage gewähren. Einige GAV gewähren nur 1 bis 2 zusätzliche Tage. Andere sehen nur für Lehrlinge oder ältere ArbeitnehmerInnen mehr Ferien vor. „Sozialpartnerschaft“ allein kann  also leider bei weitem nicht allen genug Erholungszeit  gewährleisten.</p>
<p><strong>M.C.: </strong>Der flexible Weg hat sich mehr als bewährt. Es gibt denn auch keinen Grund an diesem etwas zu ändern. Zudem besteht ein bedeutender Wettbewerb um gute Mitarbeiter. Firmen müssen ihre Mitarbeiter auch durch attraktive Arbeitsbedingungen gewinnen und an sich binden. Der Eigeninitiative der Unternehmen sollte nicht mit zu pauschalen Regulierungen wie der vorliegenden Initiative begegnet werden.</p>
<p><strong>Polithink: </strong><strong><em>Der Kampagnenslogan des Gegenerkomitees lautet &#8221;Mehr Ferien = Weniger Jobs&#8221;. Kann sich die Schweizer Wirtschaft keine sechste Ferienwoche leisten?</em></strong></p>
<p><strong>M.C.: </strong> Mehr Ferien heisst mehr Kosten bei geringerer Produktivität für die Unternehmen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können sich keine weiteren Kosten, der KMU-Verband spricht von mehreren Milliarden, leisten. Durch die angespannte Wirtschaftslage, vor allem in Zusammenhang mit dem starken Franken, besteht bereits heute in vielen Branchen ein massiver Druck die Kosten zu senken. Die Initiative kommt auch deswegen zur Unzeit. Die Schweiz hat zudem bereits heute eines der höchsten Lohnniveaus weltweit. Dies können wir durch die hohe Arbeitsproduktivität rechtfertigen. Bei einer Annahme der Initiative würde die Attraktivität des Standort Schweiz also sicher geschwächt. Kommt hinzu, dass sich auch der Fachkräftemangel weiter akzentuieren würde.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>J.C.S.: </strong>Sie kann es sich ganz klar leisten. Wer behauptet „Mehr Ferien = weniger Jobs“, hat einfach keine Ahnung von der Volks- und Betriebswirtschaft. Zum ersten hat  die Annahme der Ferieninitiative einen Zuwachs der Lohnsumme von nur 0,4% pro Jahr zur Folge. In den letzten Jahren ist zudem die Arbeitsproduktivität fünf Mal mehr gewachsen als die Löhne. Schliesslich leisten die ArbeitsnehmerInnen in der Schweiz pro Jahr in einem Ausmass Überstunden, das 100‘000 Vollzeitstellen entspricht.. Für eine moderate und vernünftige Senkung der Arbeitszeit gibt es also genug Spielraum, ohne dass Jobs gefährdet werden. Die ArbeitnehmerInnen schuften sehr hart: Sie sollen dafür endlich belohnt werden!</p>
<p><strong>Polithink an Candinas:  <em>Die Initiative schlägt eine Übergangsregelung vor, welche im ersten Jahr nach der Annahme der Vorlage vorerst einen Ferienanspruch von fünf Wochen vorsieht. In den darauf folgenden Jahren würde der Anspruch jährlich um einen Tag ansteigen. Im Übrigen bestimmt weiterhin der Arbeitgeber wann Ferientage bezogen werden können. Sie befürchten dennoch Umsetzungsschwierigkeiten für die Betriebe?</em></strong></p>
<p><strong>M.C.: </strong> Es wird Umsetzungsschwierigkeiten geben. Ganz einfach deswegen, weil sich in erster Linie die KMU so lange wie möglich dagegen wehren werden den Personalbestand wegen den zusätzlichen Ferien aufzustocken. Die dadurch verursachte Mehrbelastung wird nicht spurlos an den betroffenen Unternehmen vorbeigehen. Die Übergangsregelung zeigt zudem die Unehrlichkeit der Initianten. Offenbar ist man sich sehr wohl bewusst, dass die Initiative zu massiven Mehrkosten führt, will dieses abschreckende Argument aber durch lange Übergangsfristen so weit wie möglich aus der Diskussion heraushalten.</p>
<p><strong>Polithink an Schwaab: </strong><em><strong>Hört man sich die Argumente der Initiativgegner an, so scheint die Ferieninitiative anstelle eines Ausgleichs zum Arbeitsstress eher zusätzlichen Stress verursachen, nämlich durch längere Stellvertretungszeiten oder höherer Arbeitslast, welche durch die erhöhte Ferienwochenzahl verursacht würde. Dies kann ja nicht im Sinne der Gewerkschaften sein. Wie kann gewährleistet werden, dass ein solches Szenario nicht eintrifft?</strong></em></p>
<p><strong>J.C.S.: </strong>1984 wurde der gesetzliche Ferienanspruch auf einem Schlag verdoppelt, ohne dass es mehr Stress bei den Beschäftigten oder eine höhere Arbeitslosigkeit verursacht hat. Die Erfahrung zeigt also, dass diese Befürchtungen sich nicht bewahrheiten. Unabhängig von der Frage der Ferien braucht es aber weitere Massnahmen gegen den Stress am Arbeitsplatz: Reduktion der Überstunden durch Schaffung neuer Stellen, mehr Teilzeit-Jobs, bessere Vereinbarkeit Familie-Beruf, mehr Mitbestimmungsrechte für die ArbeitnehmerInnen.</p>
<div></div>
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		<title>&#8220;Ich wusste eine ganze Schar von Betern hinter mir&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 19:33:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Lanz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; sagt der neugewählte Nationalrat Philipp Hadorn im Interview mit jesus.ch. Hinter seiner Wahl sieht Hadorn &#8220;Gottes Führung&#8221; und die Bibel dient ihm als Richtschnur &#8220;beim Versuch, Sachfragen richtig zu beurteilen&#8221;. Gott begleitet Hadorn schon länger, seit 1995 ist er Mitglied der SP. Dieses Interview provozierte heftige Reaktionen. Ein jungfreisinniger Kollege meinte resigniert: &#8220;gegen Gott [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4710&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sagt der neugewählte Nationalrat Philipp Hadorn im Interview mit <em><a href="http://www.jesus.ch/magazin/politik/199818-gott_hatte_die_hand_im_spiel.html">jesus.ch</a></em>. Hinter seiner Wahl sieht Hadorn &#8220;Gottes Führung&#8221; und die Bibel dient ihm als Richtschnur &#8220;beim Versuch, Sachfragen richtig zu beurteilen&#8221;. Gott begleitet Hadorn schon länger, seit 1995 ist er Mitglied der SP.</p>
<p>Dieses Interview provozierte heftige Reaktionen. Ein jungfreisinniger Kollege meinte resigniert: &#8220;gegen Gott ist halt selbst der Freisinn chancenlos&#8221;. Einige hielten Hadorns Glaubensbekenntnisse als &#8220;nicht mit der Demokratie vereinbar&#8221;. Andere verteidigten Hadorn und wiesen darauf hin, dass gerade in der SP Toleranz für &#8220;Nuancen&#8221; bestehe.</p>
<p>Uns regte die Diskussion an, die Parteipräferenzen verschiedener Glaubensrichtungen zu untersuchen. Das Resultat ist in den vier unterstehenden Grafiken visualisiert. Alle Ergebnisse basieren auf den Selects-Daten und sind nach Kanton, Parteiwahl und Wahlbeteiligung gewichtet. Fünf Glaubenskategorien wurden unterschieden: passive Protestanten/innen, aktive Protestanten/innen, passive Katholiken/innen, aktive Katholiken/innen und Konfessionslose. Als aktiv gelten Personen, welche mehrmals pro Jahr einem Gottesdienst beiwohnen. Um festzustellen, welche Gruppen über- resp. unterdurchschnittlich für eine bestimmte Partei wählen, wurden die Wähleranteile der Glaubensrichtungen vom gesamten Wähleranteil der Partei abgezogen. Ein Beispiel: Im Jahr 2007 erreicht die SVP bei den passiven Protestanten einen Wert von 11 Prozent. Der Wähleranteil der SVP liegt bei dieser Gruppe also 11 Prozentpunkte über dem gesamten Wähleranteil der Partei (29 Prozent). Es wählten folglich 40 Prozent aller passiven Protestanten die SVP. Werte oberhalb der schwarzen Linie bedeuten also, dass die jeweilige Gruppe eine Partei überdurchschnittlich oft gewählt hat. Werte unterhalb der Linie zeigen, dass eine Partei unterdurchschnittlich oft gewählt wird. Verlinkt wurden auch die Grafiken mit den Wähleranteilen aufgeteilt nach Glaubensrichtung.</p>
<div id="attachment_4726" class="wp-caption aligncenter" style="width: 395px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/1_passive_prot_gariuplanz.jpg"><img class=" wp-image-4726  " title="1_passive_prot_gariuplanz" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/1_passive_prot_gariuplanz.jpg?w=385&#038;h=270" alt="" width="385" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Grafik: Gariup und Lanz (2012)</p></div>
<p>Passive Protestanten wählen stark unterdurchschnittlich CVP. Erstmals wählt diese Gruppe 2007  auch leicht unterdurchschnittlich SP. Die SVP wird hingegen nicht nur oft gewählt, die Partei konnte seit 1995 sogar überdurchschnittlich zulegen. Die SVP gewinnt also bei den passiven Protestanten noch stärker an Wähleranteilen als in der gesamten Schweizer Bevölkerung. Dies zeigt insbesondere auch die <a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/passive_prot_gariuplanz.jpg">Grafik der Wähleranteile</a>. Während 1999 nur etwas mehr als 15 Prozent der passiven Protestanten SVP wählten, waren es 2007 bereits 40 Prozent.</p>
<div id="attachment_4727" class="wp-caption aligncenter" style="width: 395px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/1_aktive_prot_gariuplanz.jpg"><img class=" wp-image-4727  " title="1_aktive_prot_gariuplanz" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/1_aktive_prot_gariuplanz.jpg?w=385&#038;h=270" alt="" width="385" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Grafik: Gariup und Lanz (2012)</p></div>
<p style="text-align:left;">Anders sieht das Bild bei den praktizierenden Protestanten aus. 2007 wählt diese Gruppe nur noch leicht überdurchschnittlich SVP. Auch die FDP wird überdurchschnittlich gewählt. Die SP bewegt sich nah an der Referenzlinie. Damit sind die aktiven Protestanten ein Gratmesser für die allgemeine Lage der Partei. Verlieren die Sozialdemokraten bei nationalen Wahlen, verlieren sie etwa gleich stark bei den praktizierenden Protestanten. In diese Kategorie fällt übrigens auch Philipp Hadorn. Sicher leben nicht alle Personen dieser Gruppe ihren Glauben derart aktiv aus. Zu sagen, dass sich SP-Wählen und aktives Praktizieren des protestantischen Glaubens ausschliessen, wäre allerdings falsch. Unterdurchschnittlich oft wählen aktive Protestanten die CVP (<a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/aktive_prot_gariuplanz.jpg">zur Grafik der Wähleranteile</a>).</p>
<div id="attachment_4728" class="wp-caption aligncenter" style="width: 395px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/1_passive_kat_gariuplanz.jpg"><img class=" wp-image-4728  " title="1_passive_kat_gariuplanz" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/1_passive_kat_gariuplanz.jpg?w=385&#038;h=271" alt="" width="385" height="271" /></a><p class="wp-caption-text">Grafik: Gariup und Lanz (2012)</p></div>
<p>Die passiven Katholiken bevorzugen keine der vier grossen Parteien stark über- oder unterdurchschnittlich. Erstaunlich ist dies sicherlich in Bezug auf die CVP (<a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/passive_kat_gariuplanz.jpg">zur Grafik der Wähleranteile</a>). Ganz anders gestaltet sich die Situation bei den aktiven Katholiken.</p>
<div id="attachment_4729" class="wp-caption aligncenter" style="width: 395px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/1_aktive_kat_gariuplanz.jpg"><img class=" wp-image-4729  " title="1_aktive_kat_gariuplanz" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/1_aktive_kat_gariuplanz.jpg?w=385&#038;h=272" alt="" width="385" height="272" /></a><p class="wp-caption-text">Grafik: Gariup und Lanz (2012)</p></div>
<p>Hier wird die CVP massiv überdurchschnittlich gewählt. 2007 lag ihr Wähleranteil 23 Prozentpunkte über dem gesamtschweizerischen Wähleranteil. Die <a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/aktive_kat_gariuplanz.jpg">Grafik der Wähleranteile</a> zeigt, dass die CVP damit von 37 Prozent der praktizierenden Katholiken gewählt wurde. Unterdurchschnittlich beliebt ist hingegen die SP. Ihr Wähleranteil lag in den letzten vier nationalen Wahlen zwischen 5 und 10 Prozentpunkte unter ihrem gesamten Wähleranteil.</p>
<div id="attachment_4730" class="wp-caption aligncenter" style="width: 395px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/1_konfessionslose_gariuplanz.jpg"><img class=" wp-image-4730  " title="1_konfessionslose_gariuplanz" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/1_konfessionslose_gariuplanz.jpg?w=385&#038;h=271" alt="" width="385" height="271" /></a><p class="wp-caption-text">Grafik: Gariup und Lanz (2012)</p></div>
<p>Nun zu den Konfessionslosen Wählenden. Vielen von ihnen bietet die SP eine politische Heimat. Unterdurchschnittlich oft wählen sie hingegen die CVP, SVP und FDP. Damit zeigt sich auch, dass die FDP keine Partei der Konfessionslosen ist. Überdurchschnittlich oft wird sie von Protestanten (aktiv und passiv) und von passiven Katholiken gewählt. Weniger oft erhalten die Freisinnigen aber Stimmen von  aktiven Katholikinnen und Konfessionslosen (<a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/konfessionslose_gariuplanz.jpg">zur Grafik der Wähleranteile</a>).</p>
<p>Wie könnte man diese Resultate zusammenfassen? Drei Aspekte fallen besonders auf: (i) Die CVP vermag de Graben zwischen den Konfessionen nicht zu überschreiten. Protestanten schenken ihr nur selten das Vertrauen. Die CVP ist somit eine Partei der praktizierenden Katholiken. (ii) Die SVP legte bei den passiven Protestanten überdurchschnittlich zu. Damit zeigt sich das religiöse Erbe als Gegenspieler der Katholisch-Konservativen Partei interessanterweise nicht bei den praktizierenden, sondern eben bei den passiven Protestanten. (iii) Insbesondere die SP und die FDP sind für alle Glaubensgruppen wählbar. Aber auch für die SVP gilt, dass die religiöse Heimat der Wähler nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.</p>
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		<title>Technologie schafft Transparenz</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 20:21:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[von Sandro Büchler Die Kredit- und Medienaffäre um den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff und der Rücktritt des Schweizer Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand waren bisher die gewichtigsten Themen des jungen Jahres 2012. Den zwei Themen ist eines gemeinsam: Der Ruf nach Transparenz. Dem deutschen Bundespräsident Christian Wulff schlägt ein rauer Wind entgegen. Seine Weigerung zur Herausgabe von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4690&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Sandro Büchler</em></p>
<p><em>Die Kredit- und Medienaffäre um den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff und der Rücktritt des Schweizer Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand waren bisher die gewichtigsten Themen des jungen Jahres 2012. Den zwei Themen ist eines gemeinsam: Der Ruf nach Transparenz.</em></p>
<p>Dem deutschen Bundespräsident Christian Wulff schlägt ein rauer Wind entgegen. Seine Weigerung zur Herausgabe von Details seines Finanzierungskredits des Ferienhäuschens in Grossburgwedel und die missglückte Medienarbeit bringen ihn arg in Bedrängnis. Transparenz sieht anders aus. Philipp Hildebrand hat mit seinem letzten Auftritt zumindest das Versprechen der transparenten Offenlegung eingelöst.</p>
<p><em><br />
</em></p>
<div id="attachment_4694" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/paradeplatz_13_01.jpg"><img class="size-full wp-image-4694" title="quelle_handelszeitung" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2012/01/paradeplatz_13_01.jpg?w=550" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">(Quelle: handelszeitung.ch)</p></div>
<p>Woher kommt dieser zunehmende Druck zur Transparenz? Wer nun dazu tendiert, frühere Ministerpräsidenten und Nationalbankchefs als besondere Gutmenschen darzustellen, deren Integrität und Vollkommenheit perfekt zu sein schien, da sie sich von derartigem Ungemach fernhalten konnten, irrt. Denn der Blick in die Vergangenheit verschweigt den Fakt, dass mit den heutigen Mitteln eine gerichtete oder ungerichtete Kampagne gegen ein bestimmtes Ziel wesentlich einfacher geworden ist. Nicht die moralischen Verfehlungen haben zugenommen, sondern die technischen Möglichkeiten der Datenbeschaffung und deren Verbreitung. Verleumdungen, Anfeindungen und Rachefeldzüge sind zum Teil das Produkt der heutigen Technologie. Ein Kontoauszug konnte nicht einfach mit einem Telefon fotografiert werden, Verwischungen von privaten und politischen Belangen waren nur mit sehr viel Detailkenntnissen zu belegen und der Begriff einer Daten-CD war noch gar nicht geboren.</p>
<p>Mit der Evolution der technischen Möglichkeiten wurden auch Begehrlichkeiten – ob ideologischer oder finanzieller Art – laut. Es ist das Zeitalter der Transparenz angebrochen. Über die letzten Jahre hat die Transparenz im privaten, geschäftlichen und im politischen Raum Einzug gehalten. Privat sind wir durch Videoüberwachung, IV-Detektive oder Google transparent geworden wie nie zuvor. Wenn sich dann auch noch private und geschäftliche Intransparenz paaren, wie im Falle von Philipp Hildebrand so darf erst Recht von einem öffentlichen Interesse ausgegangen werden. Auch politisch wird Transparenz gefordert: Das einmalige System der geheimen Parteien- und Wahlkampffinanzierung in der Schweiz zunehmend als Problem erkannt.</p>
<p>Bei einer vom St. Galler Tagblatt organisierten Diskussion im November 2011 zum Thema Geheimnisse und Tabus wurde darüber debattiert inwiefern in der heutigen Zeit Geheimnisse noch Geheimnisse sind. Klar hat ein Arzt sein Arztgeheimnis, das in jedem Fall gilt. Doch wie geht man mit Geheimnissen um, wenn plötzlich die Allgemeinheit und der eigene Profit auf den Schultern hocken? Transparenz ist ein ambivalentes Gut, zu wenig gibt ein ungutes Gefühl, zu viel bringt mitunter erschreckende Tatsachen ans Licht.</p>
<p>Mit Geheimnissen lässt sich seit jeher gut Geld verdienen, in Zeiten der Volatilität von Wechselkursen gewinnen sie gar an Wert. Geheimnisse, ob digital ergaunert oder penibel analog recherchiert, bleiben eine eigene Währung in der Politik. „Die Rache der Journalisten an den Politikern ist das Archiv“, das Zitat des österreichischen Journalisten und Theaterwissenschaftlers Robert Hochner wird Philipp Hildebrand und Bruno Zuppiger noch in den Ohren liegen. Wie lange es dauern mag, bis Christian Wulff oder Christoph Blocher die gleiche Erfahrung machen?</p>
<p><em>Korrigenda: In der Debatte um Transparenz lässt sich die Situation von Einzelpersonen nicht mit den finanzpolitischen Verhandlungen zweier Länder vergleichen. Der Autor kommt dieser berechtigten Kritik nach und hat den Artikel dahingehend angepasst.</em></p>
<p><strong>Über den Autor: Sandro Büchler studiert Politikwissenschaften und Geographie im Master an der Universität Zürich. </strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/swisspolithink.wordpress.com/4690/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/swisspolithink.wordpress.com/4690/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/swisspolithink.wordpress.com/4690/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/swisspolithink.wordpress.com/4690/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/swisspolithink.wordpress.com/4690/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/swisspolithink.wordpress.com/4690/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/swisspolithink.wordpress.com/4690/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/swisspolithink.wordpress.com/4690/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/swisspolithink.wordpress.com/4690/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/swisspolithink.wordpress.com/4690/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/swisspolithink.wordpress.com/4690/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/swisspolithink.wordpress.com/4690/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/swisspolithink.wordpress.com/4690/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/swisspolithink.wordpress.com/4690/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4690&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>BDP und CVP – Die Fusion ist anzustreben</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 10:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Lanz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Votes / Elections]]></category>
		<category><![CDATA[BDP]]></category>
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		<category><![CDATA[CVP]]></category>
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		<category><![CDATA[Fusion]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Grunder]]></category>

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		<description><![CDATA[von Deana Gariup und Simon Lanz Die BDP steht einer Fusion mit der CVP zurzeit ablehnend gegenüber. Doch die Partei hat ein Ablaufdatum. Sie ist deshalb dringend dazu angehalten ihren hohen Marktwert jetzt auszunutzen.  In den letzten Wochen schlug die CVP ihr buntes Rad. Ihre Avancen galten der BDP. Nach den Gesprächen der beiden Parteien [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4662&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><em>von <strong>Deana Gariup</strong> und <strong>Simon Lanz</strong></em></p>
<p><em>Die BDP steht einer Fusion mit der CVP zurzeit ablehnend gegenüber. Doch die Partei hat ein Ablaufdatum. Sie ist deshalb dringend dazu angehalten ihren hohen Marktwert jetzt auszunutzen.</em><em> </em></p>
</div>
<p>In den letzten Wochen schlug die CVP ihr buntes Rad. Ihre Avancen galten der BDP. Nach den Gesprächen der beiden Parteien ist aber weiterhin unklar, in welche Richtung die Zusammenarbeit gehen soll. Eine Fusion schliesst niemand aus, insbesondere die BDP sendet aber zurückhaltende Signale. Ein Fehler &#8211; gäbe es aus ihrer Sicht doch genügend gute Gründe, einen Zusammenschluss ins Auge zu fassen.</p>
<p><strong><em>Wenig innovatives Parteiprogramm</em></strong><em>         </em><em></em></p>
<p>Ein eigenständiges Parteiprogramm ist das A und O für den nachhaltigen Erfolg einer neuen Partei. Dabei spielen die Einzigartigkeit der Positionsbezüge und der Themenbesitz eine zentrale Rolle. Im Vergleich zur GLP werden hier die Defizite der BDP offensichtlich: Ihre Positionen und jene der CVP sind nahezu identisch. In den vergangenen zehn Volksabstimmungen ergriffen die beiden Mitteparteien jeweils dieselbe Parole. Auch die Nationalräte der beiden Parteien stimmten ähnlich ab. Dies wird von Seiten der BDP auch kaum bestritten. Gefragt nach den inhaltlichen Unterschieden zur CVP antwortete Parteipräsident Hans Grunder dem Bund: „Spontan fällt mir nichts Konkretes ein“. Auch von einem Themenbesitz kann bei der BDP kaum die Rede sein. Die klare Position zum Atomausstieg verlieh der Partei zwar Farbe. Doch es fehlt ihr die Expertise hier die Führerschaft zu übernehmen. Sobald der Charme des Neuen verblasst, wird das wenig innovative Parteiprogramm langfristig zur Hypothek werden. Bei einer Fusion mit der CVP würde sich das schwache Themenprofil der BDP jedoch als günstig erweisen: Weder Wählerschaft, noch Politiker müssten sich neu orientieren. Gleichzeitig würden die politischen Einflussmöglichkeiten als dominante Mittepartei stark zunehmen.</p>
<div id="attachment_4675" class="wp-caption aligncenter" style="width: 450px"><a href="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2011/12/cvp_bdp_grunder_fullsize_1-13523269-1323092862-e1323253589517.jpg"><img class=" wp-image-4675 " title="cvp_bdp_nzz" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2011/12/cvp_bdp_grunder_fullsize_1-13523269-1323092862-e1323253589517.jpg?w=440&#038;h=210" alt="" width="440" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: NZZ</p></div>
<p><strong><em>Bescheidene Ressourcen</em></strong></p>
<p>Im vergangenen Wahlkampf standen der BDP gemäss dem Westschweizer Wochenmagazin L’Hébdo 265&#8217;000 Franken zur Verfügung. Dass die BDP auch mit einer solch bescheiden gefüllten Kriegskasse gewinnen kann, hat sie eindrücklich bewiesen. Aber auch sie ist mit einer zunehmenden Professionalisierung der Wahl- und Abstimmungskämpfe konfrontiert. Setzt sich dieser Trend fort, werden die Kosten künftiger Kampagnen steigen. Auch der Aufbau einer professionellen Geschäftsstelle, welche sowohl auf kurzfristige Ereignisse reagieren als auch themenspezifische Expertise aufbauen kann, ist kaum zu erreichen. In dieser Hinsicht könnten durch eine Fusion wertvolle Synergien zustande kommen und die vorhandenen Ressourcen wirkungsvoller eingesetzt werden.</p>
<p><strong><em>Klar abgesteckte Stammlanden</em></strong></p>
<p>Obwohl sich BDP und CVP in der Sache oft nahe stehen, überlagern sich die Stammlanden der beiden Parteien strukturell wenig. Ihre Verwurzelung in den katholischen, respektive protestantischen Kantonen hält sich hartnäckig. Die eidgenössischen Wahlen zeigen, dass es den beiden Parteien auch jüngst nicht gelungen ist, diesen Graben zu überwinden. Durch eine Fusion der beiden Mitteparteien würde also eine echte Verbreiterung der Wählerbasis erreicht werden. Der anhaltenden Salienz historischer Konflikte muss allerdings bei einem Zusammenschluss Rechnung getragen werden. So wird sich ein Berner BDP-Wähler kaum mit der katholischen Partei identifizieren können. Eine Namensänderung ist daher zwingend nötig. Dass, wie der Tages-Anzeiger gestern schrieb, die unterschiedlichen Wurzeln eine Fusion verunmöglichen, ist jedenfalls aus zwei Gründen eine völlig überzogene These: Erstens manifestiert sich der Religionskonflikt eben nicht in unterschiedlichen Positionsbezügen und ist daher wenn überhaupt nur ein strukturelles Problem. Zweitens fällt der Tages-Anzeiger  (und die meisten darin kommentierenden Exponenten) dem ökologischen Fehlschluss zum Opfer: Dass die CVP vor allem in katholischen Kantonen stark ist, heisst nicht, dass sie nur von Katholiken gewählt wird. Eine Analyse der Wähler der CVP zeigt, dass Protestanten keine geringere CVP-Wahlwahrscheinlickeit als Katholiken (oder Atheisten) haben. Einzig die Gruppe der praktizierenden Katholiken hat eine erhöhte CVP-Wahrscheinlichkeit (vgl. <a href="http://polithink.ch/2011/10/12/wer-wahlt-die-cvp/">Artikel auf Polithink</a>). Diese ist allerdings eine der am stärksten schwindende Gruppen.</p>
<p><strong><em>Positionen statt Köpfe</em></strong></p>
<p>Die BDP hängt zu stark von einzelnen Exponenten ab. Allen voran ist hier Bundesrätin Widmer-Schlumpf zu nennen. Aber auch Hansjörg Hassler, Hans Grunder oder Ursula Haller sind nicht zu ersetzende Stützen. Wie wichtig dieser Faktor ist, zeigt ein Blick auf die Wahlstatistik des Kantons Zürich: So erhielt Lothar Ziörjen etwa deutlich mehr Panaschierstimmen als Christoph Blocher. Generell ist die Spannweite zwischen bekannten Spitzenreitern und Listenfüllern bei der BDP besonders gross. Während diese Personen der Partei heute ein Gesicht geben, werden sie, einmal ausgeschieden, eine Lücke hinterlassen. Entscheidet sich die BDP aber zur Fusion, kann der Wegfall einzelner Schlüsselfiguren durch die CVP als etablierte Partei abgefedert werden. Alleine ist der Übergang von einer Partei mit Köpfen zu einer Partei mit Positionen jedenfalls kaum zu schaffen.</p>
<p><strong><em>Einfluss in der Exekutive sichern</em></strong><em></em></p>
<p>Aufgrund ihrer Wählerstärke hat die BDP nach der Ära Widmer-Schlumpf keinerlei Aussichten erneut in der Landesregierung vertreten zu sein. Will sie langfristig in die Exekutive eingebunden sein, führt kein Weg an einer Fusion vorbei. Zusammen mit der CVP würde sie 17.7 Prozent der Wählenden vertreten und somit die FDP um mehr als zwei Prozentpunkte übertreffen. Diese neue Partei könnte langfristig einen Anspruch auf zwei Regierungssitze geltend machen. Die Mitteposition im Bundesrat würde dadurch gestärkt werden und der Einzug in die Exekutive bliebe auch für Exponenten der BDP möglich.</p>
<p><strong><em>Gute Verhandlungsposition ausnutzen</em></strong></p>
<p>Eine Fusion mag riskant erscheinen: Werden BDP-Anhänger diese neue Partei wählen? Und wurde ihnen mit der Abspaltung von der SVP nicht schon genug zugemutet? Auf der anderen Seite kann die fusionierte Partei mit einem neuen Namen auch ein neues Bewusstsein schaffen: Weg vom Image der SVP-Dissidentin, hin zu einer starken, vereinten Mittekraft. Das schwache Themenprofil, die starke Personenzentrierung und die bescheidenen Ressourcen deuten darauf hin, dass die BDP eine Partei mit Ablaufdatum ist. Momentan mag sie als Siegerin dastehen, doch in wenigen Jahren wird sie den Reiz des Neuen und ihr wichtigstes Aushängeschild verloren haben. Ihr Marktwert wird sinken. Ihre Fusionspartnerin befindet sich momentan hingegen in einem Tief. Für die BDP sind dies hervorragende Verhandlungsbedingungen. Bedingungen, welche sie in dieser Form nie wieder vorfinden dürfte.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/swisspolithink.wordpress.com/4662/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/swisspolithink.wordpress.com/4662/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/swisspolithink.wordpress.com/4662/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/swisspolithink.wordpress.com/4662/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/swisspolithink.wordpress.com/4662/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/swisspolithink.wordpress.com/4662/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/swisspolithink.wordpress.com/4662/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/swisspolithink.wordpress.com/4662/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/swisspolithink.wordpress.com/4662/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/swisspolithink.wordpress.com/4662/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/swisspolithink.wordpress.com/4662/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/swisspolithink.wordpress.com/4662/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/swisspolithink.wordpress.com/4662/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/swisspolithink.wordpress.com/4662/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4662&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Andrea Hämmerle und die AbWahl</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 11:04:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Lanz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Books / Articles / Films]]></category>
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		<category><![CDATA[Abwahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz vor den Gesamterneuerungwahlen des Bundesrates präsentiert Andrea Hämmerle sein neues Buch die Abwahl. Darin schildert der Alt-Nationalrat die Abläufe welche am 12. Dezember 2007 zur Abwahl Christoph Blochers und zur Einsetzung Eveline Widmer-Schlumpfs geführt haben. Die Stärke von Hämmerles Bericht liegt in der Schilderung des Austausch zwischen den Mitte-Links Parteien und der damaligen Bündner Finanzdirektorin. Zum [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4633&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor den Gesamterneuerungwahlen des Bundesrates präsentiert Andrea Hämmerle sein neues Buch <a href="http://www.rueggerverlag.ch/page/presse/buchbesprechung_detail.cfm?id=753" target="_blank">die Abwahl</a>. Darin schildert der Alt-Nationalrat die Abläufe welche am 12. Dezember 2007 zur Abwahl Christoph Blochers und zur Einsetzung Eveline Widmer-Schlumpfs geführt haben. Die Stärke von Hämmerles Bericht liegt in der Schilderung des Austausch zwischen den Mitte-Links Parteien und der damaligen Bündner Finanzdirektorin.</p>
<p><a href="http://www.rueggerverlag.ch/page/verzeichnis/detail.cfm?id=753" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-4634 alignleft" title="0981_UG_haemmerle_Umschlag" src="http://swisspolithink.files.wordpress.com/2011/11/buch_cover.jpg?w=209&#038;h=300" alt="" width="209" height="300" /></a>Zum Kern des Pudels stösst der geneigte Leser ab Kapitel 5. Hier beschreibt Hämmerle die Entwicklung der Kandidatur Widmer-Schlumpf. Er selbst brachte die damalige Bündner Finanzdirektorin ins Spiel und fungierte später als direkten Kontaktmann zwischen ihr und den Mitte-Links Parteien. Viermal tauschten sich die beiden aus:</p>
<p>Das erste Gespräch zwischen Hämmerle und der Bünderin fand Ende der ersten Sessionswoche, also  kurz vor der Wahl, statt. Nur wenige Personen wissen zu diesem Zeitpunkt über die Vorgänge bescheid. Bei der CVP war erst Ständerat Urs Schwaller im Bilde. Eine frühzeitigen Exposition der Sprengkandidatin muss umbedingt vermieden werden (&#8220;Das wäre das Ende der Kandidatur gewesen&#8221;). Erst am Montag wurde auch Christophe Darbellay eingeweiht.</p>
<p>Am Dienstag vor der Wahl sprach Hämmerle zum zweiten Mal mit Widmer-Schlumpf. &#8220;Ich informierte sie über den neusten Stand der Dinge: dass ihr Name (&#8230;) einem ganz kleinen Kreis von Eingeweihten bekannt sei, dass aber alles von den Fraktionssitzungen am Nachmittag abhänge, vor allem von der CVP-Fraktion.&#8221;</p>
<p>Die CVP-Fraktion beschloss, Christoph Blocher bei den Wahlen nicht zu unterstützen. Weder dort noch in der SP-Fraktionssitzung wurde allerdings über die Namen möglicher Gegenkandidaten diskutuert. Am Abend orientierte Hämmerle gemäss seinen Schilderungen abermals die spätere Bundesrätin über die neusten Entwicklungen.</p>
<p>Am Wahltag hielten alle Fraktionen um 7:00 Uhr eine letzte Sitzung. Erst jetzt gaben die Spitzen der SP, der CVP und der Grünen ihren Mitgliedern den Namen der Sprengkandidatin bekannt. Nach den Fraktionssitzungen informierte Hämmerle Eveline Widmer-Schlumpf ein viertes und letztes Mal: &#8220;(&#8230;) sie war alles andere als überzeugt, dass der Coup wirklich gelingen konnte&#8221;.</p>
<p>In Hinblick auf den viel beachteten DOK-Film (siehe unten) über die Abwahl Blochers sind demnach insbesondere die Aussagen der SP-Fraktionspräsidentin und des CVP-Präsidenten zu relativieren:</p>
<p>Ursula Wyss schmückt ihre Schilderungen, insbesondere jene über die Kontakte zu Widmer-Schlumpf, reichlich aus. Aus Hämmerles Buch kann gefolgert werden, dass Wyss vor der Wahl nie mit der Bündnerin gesprochen hat. Gefragt nach dem mitternächtlichen Telefongespräch zwischen der Bündnerin und dem damaligen SVP-Präsidenten Ueli Maurer antwortete Wyss aber: &#8220;Es kann sein, dass ich das gewusst habe&#8221;. Tatsächlich wusste Wyss mit grosser Wahrscheinlichkeit nichts über dieses Gespräch. Dennoch, der Schaden war angerichtet. Eine Woche nach der Ausstrahlung des DOK schreibt die Weltwoche &#8220;Wyss war besser informiert als Mauerer selbst&#8221;.</p>
<p>Auch Christophe Darbellay konnte der Kamera nicht widerstehen und lässt sich zu kühnen Aussagen hinreissen. Er meinte: &#8220;Ich hatte eine solide Garantie, dass sie annehmen wird&#8221;. In Tat und Wahrheit hatte der CVP-Präsident gemäss Hämmerle nie auch nur die geringste Garantie, dass Widmer-Schlumpf annehmen würde. Später nahm Darbellay diese Aussage denn auch zurück.</p>
<p>Tatsächlich deuten die Schilderungen Hämmerles darauf hin, dass der DOK die eigentlichen Abläufe überzeichnet. Der Filmemacher trägt in diesem Fall aber nur bedingt Schuld daran. Vielmehr waren es die profilierungssüchtigen Nationalräte Wyss und Darbellay, die das Gefühl einer Verschwörung verstärkten.</p>
<p>Auch wenn Hämmerle das Ausmass des Austausches zwischen den Mitte-Links Parteien und Widmer-Schlumpf glaubhaft schildert, so bleibt er in seinen Aussagen teilweise wage. Anders als der Autor selbst, muss sich Widmer-Schlumpf einer Wiederwahl stellen. Und einer solchen, spürt der Leser, will Hämmerle auf keinen Fall schaden.</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://polithink.ch/2011/11/22/andrea-hammerle-und-die-abwahl/"><img src="http://img.youtube.com/vi/Wvb3xRnPAlw/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/swisspolithink.wordpress.com/4633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/swisspolithink.wordpress.com/4633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/swisspolithink.wordpress.com/4633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/swisspolithink.wordpress.com/4633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/swisspolithink.wordpress.com/4633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/swisspolithink.wordpress.com/4633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/swisspolithink.wordpress.com/4633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/swisspolithink.wordpress.com/4633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/swisspolithink.wordpress.com/4633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/swisspolithink.wordpress.com/4633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/swisspolithink.wordpress.com/4633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/swisspolithink.wordpress.com/4633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/swisspolithink.wordpress.com/4633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/swisspolithink.wordpress.com/4633/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4633&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Es verlieren die SVP und Michael Hermann</title>
		<link>http://polithink.ch/2011/10/24/es-verlieren-die-svp-und-michael-hermann/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 16:51:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Lanz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Political Science]]></category>
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		<category><![CDATA[Ausschöpfungsquote]]></category>
		<category><![CDATA[Hanspeter Kriesi]]></category>
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		<description><![CDATA[Die SVP verliert über dreieinhalb Prozent an Wählerstimmen. Mit diesem Resultat verlieren auch jene Politikbeobachter, die den ungebremsten Aufstieg der SVP prophezeiten. Allen voran Michael Hermann. An einen ungebremsten Aufstieg habe ich aus zwei Gründen nie geglaubt: Erstens würde dieser der Forschungsliteratur fundamental widersprechen. Und zweitens blieb Michael Hermann eine Überprüfung seiner These bis heute [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4591&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die SVP verliert über dreieinhalb Prozent an Wählerstimmen.</p>
<p>Mit diesem Resultat verlieren auch jene Politikbeobachter, die den ungebremsten Aufstieg der SVP prophezeiten. Allen voran Michael Hermann.</p>
<p>An einen ungebremsten Aufstieg habe ich aus zwei Gründen nie geglaubt: Erstens würde dieser der Forschungsliteratur fundamental widersprechen. Und zweitens blieb Michael Hermann eine Überprüfung seiner These bis heute schuldig.</p>
<p>Zum ersten Punkt: 2005 schrieben Kriesi und seine Mitautoren erstmals über das Ende des Aufstiegs der SVP. Sie stellten fest:</p>
<blockquote><p>“Die Potenziale sind ausgeschöpft, die Sättigung ist erreicht. Die Partei wird kaum weiter wachsen.”</p></blockquote>
<p>Zwei Jahre später legte die Volkspartei national 2.2 Prozent an Wählerstimmen zu. Auch wenn Kriesis Aussage damit an Validität verlor, die ihr zugrundeliegende Analyse tat es nicht. Worauf beruhte sie? In ihrer Analyse stellten die Forscher fest, dass sich das Potential der Partei seit Beginn ihres rasanten Stimmengewinns nicht vergrössert hat. Ihr Erfolg beruhte in erster Linie auf einer nie gesehenen Ausschöpfung des eigenen Wählerpotentials (mehr zu Potential und Ausschöpfung in<a href="http://polithink.ch/2011/09/18/wahlerpotential-und-ausschopfung/"> diesem</a> Polithink-Artikel).</p>
<p>1995 schöpften CVP, FDP, SVP und SPS etwas mehr als ein Drittel ihres Potentials aus. Für die CVP, FDP und SPS veränderte sich diese Ziffer bis ins Jahr 2007 kaum. Die SVP anderseits konnte ihre Ausschöpfungsquote binnen kurzer Zeit massiv steigern. Plötzlich wurden sie von 72 Prozent jener Leute, die sich eine SVP-Wahl vorstellen konnten, tatsächlich gewählt. Kriesis Zitat beruht grundsätzlich auf der einfachen Feststellung, dass eine Steigerung der Ausschöpfung nicht unbegrenzt weitergehen kann (mehr über die These Kriesis in <a href="http://polithink.ch/2010/04/07/der-svp-vormarsch-ist-nicht-zu-stoppen-phase-zwei/">diesem</a> und <a href="http://polithink.ch/2010/03/30/«der-svp-vormarsch-ist-nicht-zu-stoppen»/">diesem</a> Polithink-Artikel).</p>
<p>Michael Hermann wies diese These zurück und beschwörte wiederholt den ungebremsten Aufstieg der SVP:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.sotomo.ch/media/publis/mh_2010_ta_svp.pdf" target="_blank">&#8220;Der SVP-Vormarsch ist nicht zu stoppen&#8221;</a>; &#8221;<a href="http://www.sotomo.ch/media/publis/mh_2010_ta_kolumne10.pdf" target="_blank">Warum der Aufstieg der SVP weitergeht</a>&#8220;; <a href="http://www.sotomo.ch/media/publis/mh_2010_20min_svp.pdf" target="_blank">&#8220;Die SVP könnte noch weiter zulegen&#8221;</a>; <a href="http://www.sotomo.ch/media/publis/mh_2010_azm_svp.pdf" target="_blank">&#8220;Die Marke SVP ist so stark, dass die Partei offenbar noch immer expandieren kann&#8221;</a></p></blockquote>
<p>Das Zurückweisen von Kriesis Stagnationsthese ist an sich kein Problem. Schliessich wird der wissenschaftliche Diskurs gerade von kritischen Personen belebt. Kritiker sollen aber alternative Erklärungen präsentieren und testen. Während Hermann den ersten Schritt vollzog, blieb er Belege schuldig.</p>
<p>Die alternative These präsentierte er insbesondere in seiner <a href="http://www.sotomo.ch/media/publis/mh_2010_ta_kolumne10.pdf" target="_blank">Kolumne</a>:</p>
<blockquote><p>Kriesis Thesen stimmten bis zu den Wahlen 2007. Seither befinden wir uns in der Phase zwei des SVP-Wachstums. Diese wurde eingeläutet mit der Abwahl Christoph Blochers aus der Regierung und dem Gang der SVP in die Opposition. (&#8230;) In der Schweiz wird der Aufstieg der SVP weitergehen, bis sie irgendwann als verantwortliche Regierungspartei wahrgenommen und entzaubert wird.</p></blockquote>
<p>Wieso die Abwahl Blochers einen zweiten Schub auslösen sollte, bleibt unklar. Das Problem der kaum zu steigernden Ausschöpfungsquote bleibt bestehen. Und nochmals: für eine Erhöhung des Potentials gibt es keine empirischen Befunde. Ferner wird auch die Aussage, dass die SVP nicht als verantwortliche Regierungspartei wahrgenommen wird, nicht untermauert. Es ist die populärwissenschaftliche Analyse eines aufmerksamen Zeitungslesers.</p>
<p>Hermann unterlegt seine These des ungebremsten Aufstieges gerne mit den Ergebnissen in kantonalen Wahlen. Tatsächlich: Auf kantonaler Ebene legte die SVP innerhalb der letzten vier Jahre um <a href="http://www.bochsler.eu/parteienkt.html#update">1.2 Prozent</a> zu. Drei Antworten möchte ich hierzu geben: Erstens kann bei 1.2 Prozent kaum von einer zweiten Welle die Rede sein. Zweitens haben sich die kantonalen Wahlen bereits 2007 als mässiger Indikator für die nationalen Wahlen erwiesen. 2011 ist diesbezüglich kein neues Phänomen. Drittens liegt die SVP in den Kantonen deutlich unter dem Wähleranteil auf nationaler Ebene. Dass sie in den Kantonen zulegt sollte daher nicht überinterpretiert werden.</p>
<p>Insgesamt fehlt der These also eine empirische Fundierung. Dieser Mangel an Belegen hat den Politikbeobachter gestern endgültig eingeholt. Die Partei verliert über dreieinhalb Prozent an Wählerstimmen.</p>
<p>Damit dieser Artikel nicht falsch verstanden wird: Es soll hier nicht darum gehen einem Kollegen ans Bein zu pinkeln. Ich mag Michael Hermann persönlich sehr gut. Sein neues Buch über die schweizerische Konkordanz ist gut recherchiert und ich würde es jedem weiterempfehlen.</p>
<p>Aber in diesem Fall war und bin ich nicht mit ihm einverstanden und halte mich an sein eigenes <a href="http://www.sotomo.ch/media/publis/mh_2010_mz_kolumne2.pdf" target="_blank">Credo</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn es keine Rolle spielt, ob die Einschätzungen von Experten eintreffen oder nicht, dann sind die Anreize falsch gesetzt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nochmals: Dass Hermann wissenschaftliche Ergebnisse kritisiert, finde ich nicht problematisch. Kritik gehört richtigerweise zum Schicksal der meisten akademischen Publikationen. Aber sie zurückzuweisen und durch eine ungeprüfte These zu ersetzten, finde ich problematisch. Dass er heute im Tages-Anzeiger seine These aufrechterhält und meint die Einbindung der SVP in die Regierung sei Grund für die Niederlage der SVP finde ich hingegen tragisch&#8230; Nicht nur, weil diese Aussage abermals auf einem subjektiven Gefühl basiert, sondern auch weil sie im scharfen Kontrast zu seinen <a href="http://www.sotomo.ch/media/publis/mh_2010_ta_kolumne10.pdf" target="_blank">früheren Bemerkungen</a> steht:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Opposition wurde zwar nach nur einem Jahr mit der Wahl Ueli Maurers in den Bundesrat formell beendet, ihre grosse Wirkung entfaltete sie jedoch erst danach.&#8221;</p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/swisspolithink.wordpress.com/4591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/swisspolithink.wordpress.com/4591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/swisspolithink.wordpress.com/4591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/swisspolithink.wordpress.com/4591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/swisspolithink.wordpress.com/4591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/swisspolithink.wordpress.com/4591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/swisspolithink.wordpress.com/4591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/swisspolithink.wordpress.com/4591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/swisspolithink.wordpress.com/4591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/swisspolithink.wordpress.com/4591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/swisspolithink.wordpress.com/4591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/swisspolithink.wordpress.com/4591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/swisspolithink.wordpress.com/4591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/swisspolithink.wordpress.com/4591/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4591&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Schon gewählt?</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 15:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deana Gariup</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch einen Tag bis zu den Eigenössischen Wahlen. In meiner Heimatgemeinde Olten waren bis vor vier Tagen erst 18 Prozent der Wahlcouverts eingegangen, in meinem Studienort Genf haben bis heute 35.44 Prozent ihre Stimme abgegeben. Gemäss aktuellstem Wahlbarometer vom gfs.bern kann mit einer Wahlbeteiligung von 49 Prozent gerechnet werden. Dies würde etwa dem Anteil der Urnengänger bei [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4561&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch einen Tag bis zu den Eigenössischen Wahlen. In meiner Heimatgemeinde Olten waren bis vor vier Tagen erst <a href="http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/grenchen/erst-22-prozent-stimmbeteiligung-solothurner-sind-wahlmuffel-114541020" target="_blank">18 Prozent</a> der Wahlcouverts eingegangen, in meinem Studienort Genf haben bis heute<a href="http://www.ge.ch/elections/20111023/" target="_blank"> 35.44 Prozent </a>ihre Stimme abgegeben. Gemäss aktuellstem <a href="http://www.gfsbern.ch/Neuigkeiten/tabid/177/itemid/760/amid/1151/schweizer-wahlen-2011.aspx">Wahlbarometer vom gfs.bern</a> kann mit einer Wahlbeteiligung von 49 Prozent gerechnet werden. Dies würde etwa dem <a href="http://www.politik-stat.ch/nrw2007CHwb_de.html">Anteil der Urnengänger bei den Wahlen 2007</a> entsprechen. In der Schweiz geht also nur rund die Hälfte aller Stimmberechtigten zur Urne.</p>
<p>BEDENKLICH, würde etwa der niederländische Politikwisseschafter Arendt Lijphart sagen. Er sieht die zentrale Gefahr einer niedrigen Wahlbeteiligung darin, dass ungleiche Stimmbeteiliung einer ungleichen politischen Einflussnahme gleichkommt. Dies gilt insbesondere für weniger privilegierte Bevölkerungsschichten, welche durch ihre Stimmabstinenz eine mangelhafte politische Vertretung in Kauf nehmen müssen. Er ist deshalb ein starker Befürworter der Wahlpflicht, wie sie etwa in Belgien oder in der Schweiz im Kanton Schaffhausen existiert. Je mehr Bürger zur Urne gehen, desto repräsentativer die Politik!</p>
<p>RATIONAL, sagen die Vertreter der Rational Choice Schule. Sie fragen sich, warum die Leute überhaupt wählen gehen. Immerhin ist die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Stimme einen tatsächlichen Einfluss auf das Resultat haben wird, geringer als ein Sechser im Lotto. Bei einer reinen Abwägung von Kosten (Informationen beschaffen, Informationen verarbeiten, Entscheidung treffen,Unterlagen ausfüllen, zur Urne gehen) und Nutzen (favorisierte Kandidaten/ Partei gewinnen) kommen Vertreter der Rational Choice Schule also zum Schluss:</p>
<blockquote><p>&#8220;It&#8217;s better to stay at home and save some shoesole&#8221;</p></blockquote>
<p>Doch ist der Aufwand tatsächlich so gross und der Nutzen so gering? Politikwissenschafter John H. Aldrich meint nein. Er bezeichnet das Wählen als eine &#8220;low cost- low benefit&#8221; Handlung. Er argumentiert, dass die gängigen Rational Choice Argumente beim Wählen nicht gut greifen, weil es beim Wählen nicht um eine klassische kollektive Handlung geht. Dadurch, dass sowohl Kosten wie Ertrag gering sind, können die kleinsten Veränderungen der Aussichten auf Kosten oder Nutzen entscheidend sein: Wird eine Wählerin vom Nutzen ihrer Stimme überzeugt, wird sie diese auch nutzen. Denn so erscheint der Nutzen hoch, die Kosten bleiben jedoch weiterhin gering. Wenn es um die Mobilisierung geht sieht Aldrich PolitikerInnen und Parteien deshalb am Schalthebel. So hat etwa Barak Obama über seine Social Media Offensive zahlreiche junge Menschen zur Urne bewegen können.</p>
<p>Als Erklärung, warum sich in der Schweiz die Stimmbeteiligung seit Jahren um rund<a href="http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/17/02/blank/key/national_rat/wahlbeteiligung.html"> 50 Prozent </a>bewegt, dient die grossen Vielfalt an alternativen Partizipationsmöglichkeiten. Durch Referenden und Initiativen verfügt das Volk über Instrumente um in den Gesetzgebungsprozess einzugreifen. Würde das Schweizer Volk am morgigen Tag die volle politische Verantwortung für die kommenden vier Jahre einzig in die Hände der Parlamentarierinnen und Parlamentarier übergeben, dürfte auch die Wahlbeteiligung etwas höher liegen.</p>
<p>Warum sollten wir also wählen gehen?</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://polithink.ch/2011/10/22/schon-gewahlt/"><img src="http://img.youtube.com/vi/KSPuIWhRf1Q/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Eine Auswahl an Argumenten geben hier Prominente aus unserem nördlichen Nachbarland. Das Video entstand im Rahmen der Deutschen Bundestagswahlen 2009 und wurde von probono und politik-digital.de unter dem Projekttitel <a href="http://gehnichthin.de/">&#8220;Geh nicht hin!&#8221;</a> produziert, um die Auseinandersetzung mit dem Wählen anzuregen.</p>
<p>Warum geht ihr wähen? Braucht es eine Wahlpflicht? Ist es überhaupt wünschenswert, dass mehr Leute wählen gehen?</p>
<p>Die Diskussion ist eröffnet!</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/swisspolithink.wordpress.com/4561/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/swisspolithink.wordpress.com/4561/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/swisspolithink.wordpress.com/4561/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/swisspolithink.wordpress.com/4561/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/swisspolithink.wordpress.com/4561/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/swisspolithink.wordpress.com/4561/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/swisspolithink.wordpress.com/4561/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/swisspolithink.wordpress.com/4561/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/swisspolithink.wordpress.com/4561/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/swisspolithink.wordpress.com/4561/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/swisspolithink.wordpress.com/4561/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/swisspolithink.wordpress.com/4561/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/swisspolithink.wordpress.com/4561/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/swisspolithink.wordpress.com/4561/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4561&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Schweizerinnen wählen SVP?</title>
		<link>http://polithink.ch/2011/10/17/schweizerinnen-wahlen-svp/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 22:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deana Gariup</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein knackiger junger Mann spaziert durch die Badi und zieht wie ein Magnet Frauenblicke auf sich. Kurz darauf der Ablöscher: Er setzt sich auf ein Badtuch mit Europaflaggenmotiv. Die Frauen wenden sich abgetörnt ab. Logisch, denn Schweizerinnen wählen SVP! Anderer Tag, andere Badi: Ein junger Typ betritt die Wiese, entblösst seinen Adoniskörper und packt sein Badtuch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=polithink.ch&amp;blog=11871600&amp;post=4484&amp;subd=swisspolithink&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein knackiger junger Mann spaziert durch die Badi und zieht wie ein Magnet Frauenblicke auf sich. Kurz darauf der Ablöscher: Er setzt sich auf ein Badtuch mit Europaflaggenmotiv. Die Frauen wenden sich abgetörnt ab. Logisch, denn <em>Schweizerinnen wählen SVP!</em></p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://polithink.ch/2011/10/17/schweizerinnen-wahlen-svp/"><img src="http://img.youtube.com/vi/dE-mCm3vQpY/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Anderer Tag, andere Badi: Ein junger Typ betritt die Wiese, entblösst seinen Adoniskörper und packt sein Badtuch aus. Die weiblichen Besucherinnen sind sichtlich angetan&#8230;bis sie die heitere SVP Sonne auf dem Badetuch erblicken, auf dem sich der Schönling räkelt. Das Interesse ist weg: <em>Toutes les Suisses ne votent pas pour un parti xénophobe, séxiste, nationaliste et patriarcal.</em></p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://polithink.ch/2011/10/17/schweizerinnen-wahlen-svp/"><img src="http://img.youtube.com/vi/qiiM0Fe5eEY/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Welcher Clip bildet nun aber eher die Wirklichkeit ab: Finden Frauen Euroturbos oder SVPler sexier?</p>
<p>Im Hinblick auf die unterschiedlichen Wahlpräferenzen von Mann und Frau spricht man in der amerikanischen Politikforschung vom <em>Gender Gap</em>. Erstmals beobachtet wurde dieses Phänomen in den 50er Jahren als Studien die Vorliebe amerikanischer Frauen für die Republikanische Partei feststellten. Erklärt wurde dieses Wahlverhalten mit starken religiös motivierten konservativen Werten der Frauen und der schwachen Teilnahme am Arbeitsmarkt.</p>
<p>Während Politikwissenschafter der 50er Jahre erwarteten, dass sich mit der Aufnahme der Erwerbstätigkeit das Wahlverhalten der Frauen demjenigen der Männer angleichen würden, stellt man heute fest, dass sich erwerbstätige Frauen eher noch liberaler und linker als die Männer positionieren: Gemäss der jüngeren Gender Gap Literatur gibt es einen klaren Wählerinnenblock, welcher die Demokraten und damit eine liberale bis linke Politik bevorzugt. Erklärungsfaktoren für diesen Wandel sind etwa der Modernisierungsprozess und die damit einhergehende Entwicklung postmaterialistischer Werte, die Entfamiliarisierung und eben der Eintritt der Frauen in die Arbeitswelt. Frauen bekleiden öfter soziale Berufe oder Tätigkeiten im öffentlichen Sektor und sehen dementsprechend eher die Notwendigkeit und die Vorzüge des Wohlfahrtsstaates. Nicht zuletzt sind Frauen auch stärker vom Wohlfahrtsstaat abhängig, etwa um Beruf und Familie zu vereinbaren. Wer eine positive Einstellung zu staatlichen Leistungen hat, wählt sodann auch mit grösserer Wahrscheinlichkeit eine linke Partei.</p>
<p>Und wie sieht die Situation in der Schweiz aus? Bei den Wahlen 2003 haben Frauen signifikant weniger SVP gewählt als Männer. In einem 2006 erschienenen Artikel diskutieren und analysieren die PolitikwissenschafterInnen Marie-Christine Fontana, Andreas Sidler und Sibylle Hardmeier diesen Gender Gap. <span style="color:#070707;">Die Resultate zeigen ein komplexes Bild: Soziostrukturelle Faktoren wie das Alter oder Religion können zwar die SVP-Sympathien der Männer, nicht aber jene der Frauen erklären. Eigenschaften, welche also in der Forschung über die Neue Rechte gängig sind, um das Wahlverhalten zu erklären, weisen nur für die Männer eine tatsächliche Erklärungskraft auf. </span></p>
<p><span style="color:#070707;">Einzig die Einstellung zur EU vermag die stärkere SVP-Abneigung der Frauen ansatzweise zu erklären: Die Position zum EU-Beitritt ist in Hinblick auf die SVP Wahl entscheidend: Wer für einen EU-Beitritt ist, hat eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit SVP zu wählen. Frauen befürworten den EU-Beitritt signifikant mehr als Männer und neigen deshalb auch weniger dazu der SVP ihre Stimme zu geben.</span><span style="color:#000607;"> </span><span style="color:#000607;">Auch zeigt die Untersuchung, dass berufstätige Frauen weniger ausländerfeindliche Positionen haben als die berufstätigen Männer. Weshalb dies aber so ist, kann die Studie nicht aufschlüsseln. Die Autoren äussern jedoch die Vermutung, da</span><span style="color:#020407;">ss</span><span style="color:#020407;"> Frauen in frauentypischen Berufen weniger stark dem Globalisierungsdruck ausgesetzt sind und dementsprechend weniger dazu neigen ausländerfreindliche Einstellungen und EU-gegnerische Positionen zu entwickeln.</span></p>
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