Radikaler Islam: Massnahmen lassen auf sich warten

Posted on April 11, 2010 von

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Anlässlich des DOKs „Hinter dem Schleier“ griffen wir vergangene Woche das Thema Integration von Musliminnen und Muslimen in der Schweiz auf. Heute meldet sich Alard du Bois-Reymond, Direktor des Bundesamtes für Migration (BFM) in der  NZZ am Sonntag in dieser Sache zu Wort.

Alard du Bois-Reymond; Quelle: nzz.ch

Für den Direktor des BFM muss das Problem in den richtigen Relationen gesehen werden: Von den rund 350’000 Musliminnen und Muslimen in der Schweiz sind nur etwa 10’000 strenggläubig. “Vor allem diesen müssen wir klarmachen, dass in der Schweiz unsere Werte und unsere Gesetze gelten (…) um einer möglichen Radikalisierung von Migranten entgegenzutreten, müssen wir für eine schnelle und gute Integration dieser Menschen sorgen”.

Integration soll ein wechselseitiger Prozess sein, so sind weder ein blindes Entgegenkommen des Gastlandes, noch eine vollkommene Assimilation seitens der Migranten sinnvoll. Einige Dinge sind aber bei der Integration von Musliminnen nicht diskutabel: “Die Scharia darf in der Schweiz in keinem Fall zur Anwendung kommen. Und zwar auch nicht in Bereichen, die durch das Schweizer Recht nicht abgedeckt sind”.

Über kokrete Massnahmen spricht du Bois-Reymond nicht. Er erklärt nicht, wie er sich die Rolle der Schweizerinnen und Schweizer im Integrationsprozess vorstellt. Ausser der erwähnten blutleeren Aussage über die Scharia schildert er auch keine konstruktive Forderungen an die mulsimische Bevölkerung.

Wenn schon der höchste eidgenössische Integrationsbeamte keine zielgerichtete Massnahmen vorzuweisen vermag, müssen wir uns wohl zukünftig auf Lösungsansätze im Stile eines Burkaverbots einstellen. Einer Massnahme, welcher sich der neue Direktor des BFM übrigens nicht prizipiell versperrt.